Die LSD-Broschüre
Inhalt:
* LSD-Produkte
* Die Entdeckung des LSD
* LSD-Geschichte und Prohibition
* Vom Urkult zur Kultur: LSD auf Technopartys
* Wirkmechanismus von LSD
* Risiken und Nebenwirkungen
* Stoffwechsel, Nachweis und Toleranzausbildung
* Bewußtseinsforschung
* Außergewöhnliche Bewußtseinszutände (ABZ)
* Prädikatoren für ABZ
* Einsatz von LSD in der Psychotherapie
* Rechtliche Situation
* Drogenpolitische Forderungen, Literatur
* Safer use Regeln
Vorwort
Warum macht das GAJB eine LSD Broschüre?
Der Begriff "LSD" ist in der breiten Öffentlichkeit mit diffusen Ängsten besetzt. Er wird assoziiert mit Horrortrips, Persönlichkeitszerfall,
Psychiatrie und Selbstmord. Es gibt auch die Vorstellung, daß wenn breite Bevölkerungsschichten LSD konsumieren ein gesellschaftlicher Verfall oder Anarchie eintritt. Andererseits beschreiben viele
Konsumenten außergewöhnliche Erlebnisse, die ihr Leben bereichert haben.
Seit den 60er Jahren sind diese unterschiedlichen Sichtweisen sehr emotional besetzt und unreflektiert aufeinandergeprallt. Das führte zu einer
völligen Fehlinterpretation der LSD-Wirkungen. In letzter Konsequenz führte das zu dem Totalverbot der Substanz und der Kriminalisierung der Konsumenten. In den 70er und 80er Jahren wurde es relativ
ruhig um LSD. Erst in den 90ern erlebte das Halluzinogen durch die Technoszene wie einige andere Drogen seine Renaissance *. Und wieder herrscht in den Medien Panikmache vor. Die Konsumenten gelten
automatisch als suchtgefährdet und krank. Wir sehen in dieser neu entflammten Diskussion nach 55 Jahren LSD die Chance für eine wissenschaftliche und kulturelle Neubewertung der Substanz. Eine
Versachlichung der Diskussion ist dringend notwendig. Auch der Ansatz, LSD in der Psychotherapie anzuwenden muß neu überdacht werden. Es muß für uns ein neuer gesellschaftlicher Umgang mit LSD und
den anderen Drogen folgen. Denn unter den repressiven Bedingungen des Schwarzmarktes ist ein risikoreduzierter Konsum kaum möglich. Die massiven Repressionsmaßnahmen konnten keine drogenfreie
Gesellschaft hervorbringen, sie haben die Situation erst verschärft. Darum muß aus der Sicht des GAJB glaubwürdige Aufklärung bei legalem Zugang zu allen Drogen die logische Konsequenz
sein.
*Nach einer Studie von Hans Peter Tossmann in der Technoszene gaben 37,0 %
der Befragten an, schon einmal Halluzinogene konsumiert zu haben.
LSD-Produkte
LSD kommt meist in Form von Papiertrips (Pappen, Tickets) oft mit bunten Comicmotiven oder als Mikrotabletten ("Mikros") auf den Markt. Auf
einem Papiertrip ist durchschnittlich 80 Mikrogramm (Mikrogramm = 1 millionstel Gramm) LSD aufgebracht. Der Gehalt der Pappen kann aber zwischen 25 und 250 Mikrogramm LSD schwanken. Besonders hoch
dosiert sind üblicherweise die Mikros, sie enthalten durchschnittlich 250 Mikrogramm Wirkstoff. LSD zersetzt sich unter der Einwirkung von Feuchtigkeit, Wärme und direktem Sonnenlicht zu kaum noch
wirksamen Abbauprodukten. Um dies zu verhindern wird es möglichst luftdicht verpackt - von den Lebensmitteln sorgfältig getrennt - im Kühlschrank gelagert.
Dosierungen:
* 25 - 50 Mikrogramm: Schwellendosis um erste leichte körperli- che und schwache psychische Effekte zu
spüren
* 50 - 150 Mikrogramm: heute üblicherweise auf Technopartys eingesetzte Dosierung
* >250 Mikrogramm: Von Albert Hofmann bei seinem ersten freiwilligen LSD-Trip eingenom mene Dosis (siehe
Erlebnisbericht)
* 300-500 Mikrogramm: Während der Hippieära bevorzugte Dosierung
* 850 Mikrogramm: Hohe bei psychedelischen Therapien eingesetzte Dosierung
Eine letale Dosierung konnte nicht ermittelt werden, sie wird auf 14000 Mikrogramm geschätzt.
Aus diesen Zahlen ergibt sich eine große therapeutische Breite, die der Spanne zwischen effektiver und toxischer Dosierung. LSD ist also
hinsichtlich seiner vermuteten letalen Wirkung innerhalb des gebräuchlichen Dosisbereichs eine sehr sichere Droge
(Robert Julien, Drogen und Psychopharmaka).
Die Entdeckung des LSD
LSD wurde erstmals 1938 durch den schweizer Chemiker Albert Hofmann* in den pharmazeutisch-chemischen Forschungslaboratoriem der Firma Sandoz in
Basel hergestellt. Hofmann arbeitete damals in einem Forschungsprogramm welches sich mit der Isolierung und chemischen Abwandlung von Mutterkornalkaloiden beschäftigte. Solche Verbindungen sind
aufgrund ihrer gebärmutterkontrahierenden und blutstillenden Wirkungen wichtige Arzneimittel in der Geburtshilfe. So fand Mutterkorn als Wehenmittel erstmals 1582 Erwähnung im Kräuterbuch des
Frankfurter Stadtarztes Adam Lonitzer. Außerdem werden aus Mutterkorn hergestellte Medikamente zur Behandlung der Migräne, Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck und Kreislaufregulationsstörungen
eingesetzt. Mutterkorn wird durch den niederen Pilz Claviceps purpurea erzeugt, der vor allem auf Roggen, aber auch auf anderen Getreidearten und auch auf Wildgräsern wuchert. Die von dem Pilz
befallenen Körner entwickeln sich zu braun-violetten Zapfen (Sklerotien), die sich anstelle eines normalen Kornes aus den Spelzen hervordrängen. Botanisch stellt Mutterkorn das Dauermycel, die
Überwinterungsform des Mutterkornpilzes, dar.
Albert Hofmann setzte zunächst die Lysergsäure, den Grundbaustein aller therapeutisch bedeutenden Mutterkornalkaloide frei. Diese setzte er dann
mit einer Reihe von Chemikalien um und ließ die so gewonnen halbsynthetischen Lysergsäurederivate hinsichtlich kreislauf- und atmungsstimulierenden Wirkungen testen. Die 25. Substanz in dieser Reihe
war das Lysergsäure-diethylamid, für den Laborgebrauch als LSD-25 bezeichnet. "Acid" (Szenename für LSD) ist demnach keine ätzende Säure sondern im Gegenteil eine Base, die von Hofmann mit Weinsäure
neutralisiert wurde um das Salz Lysergsäure-diethylamid-tartrat zu kristallisieren. Bei der Prüfung von LSD-25 in der pharmakologischen Abteilung von Sandoz, wurde eine nur mittelstarke Wirkung auf
die Gebärmutter festgestellt. Außerdem war im Untersuchungsbericht vermerkt, daß die Versuchstiere in der Narkose unruhig waren. Die Substanz erweckte bei den Pharmakologen kein besonderes Interesse
und so sollte es die nächsten fünf Jahre noch still um LSD-25 bleiben.
Einer "merkwürdigen Ahnung" folgend, dieser Stoff könne noch andere als nur die bei der Untersuchung festgestellten Wirkungsqualitäten besitzen,
veranlaßten Hofmann fünf Jahre nach der ersten Synthese LSD-25 nochmals herzustellen, um es erneut für eine Prüfung in die pharmakologische Abteilung zu geben. In der Schlußphase der Synthese, bei
der Reingung und Kristallisation des Lysergsäure-diethylamid-tartrats wurde Hofmann durch ungewöhnliche Empfindungen gestört.
Er notierte:
"Vergangenen Freitag, den 16. April 1943, mußte ich mitten im Nachmittag meine Arbeit im Laboratorium unterbrechen und mich nach Hause begeben,
da ich von einer merkwürdigen Unruhe, verbunden mit einem leichten Schwindelgefühl, befallen wurde. Zu Hause legte ich mich nieder und versank in einem nicht unangenehmen rauschartigen Zustand, der
sich durch äußerst angeregte Phantasie kennzeichnete. Im Dämmerzustand bei geschlossenen Augen - das Tageslicht empfand ich als unangenehm grell - drangen ununterbrochen phantastische Bilder von
außerordentlicher Plastizität und mit intensivem, kaleidoskopartigem Farbenspiel auf mich ein. Nach etwa zwei Stunden verflüchtigte sich dieser Zustand."
Hofmann konnte sich dieses Phänomen nicht schlüssig erklären, vermutete aber, daß er beim Reinigen der Substanz mit dieser in Kontakt kam und
eine kleine Menge resorbiert haben mußte. Vom Forscherdrang gepackt ging der bürgerliche Chemiker drei Tage später auf den ersten freiwilligen LSD-Trip der Menschheitsgeschichte. Hinsichtlich der
Dosis orientierte er sich an denen anderen Mutterkornalkaloiden und verwendete eine vergleichsweise winzige Menge von 250 Mikrogramm (0,25 Milligramm, 0,00025 Gramm). Heute wissen wir, daß ein
Fünftel dieser Dosis für den Anfang wohl ausgereicht hätte.
Hofmanns Fehleinschätzung hatte ziemlich heftige Folgen:
19. April 1943: Herstellung einer 0,5 promilligen wäßrigen
Tartrat-Lösung von Lysergsäurediethylamid
16.20 Uhr: 0,5 cc. (250 Mikrogramm) LSD oral eingenommen.
Die Lösung ist geschmacklos.
16.50 Uhr: Es sind keinerlei Wirkungen festzustellen.
17.00 Uhr: Beginnender Schwindel, Angstgefühl, Sehstörungen,
Lähmungen, Lachreiz.
Die letzten Worte konnte Hofmann nur noch mit großer Mühe niederschreiben. Später fertigte er folgenden Bericht an:
"Schon jetzt war mir klar, daß LSD die Ursache des merkwürdigen Erlebnisses vom vergangenen Freitag gewesen war, denn die Veränderungen der
Empfindungen und des Erlebens waren von gleicher Art wie damals, nur viel tiefergehender. Ich konnte nur noch mit größter Anstrengung verständlich sprechen, und bat meine Laborantin, die über den
Selbstversuch orientiert war, mich nach Hause zu begleiten. Schon auf dem Heimweg mit dem Fahrrad nahm mein Zustand bedrohliche Formen an. Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie
in einem gekrümmten Spiegel. Auch hatte ich das Gefühl, mit dem Fahrrad nicht vom Fleck zu kommen. Indessen sagte mir später meine Assistentin, wir seien sehr schnell gefahren. Schließlich doch noch
heil zu Hause angelangt, war ich gerade noch fähig, meine Begleiterin zu bitten, unseren Hausarzt anzurufen. ...
Meine Umgebung hatte sich nun in beängstigender Weise verwandelt. Alles im Raum drehte sich, und die vertrauten Gegenstände und Möbelstücke
nahmen groteske, meist bedrohliche Formen an. Sie waren in dauernder Bewegung, wie belebt, wie von innerer Unruhe erfüllt. Die Nachbarsfrau ... erkannte ich kaum mehr. Das war nicht mehr Frau R.,
sondern eine bösartige heimtückische Hexe mit einer farbigen Fratze. Schlimmer als die Verwandlungen der Außenwelt ins Groteske waren die Veränderungen, die ich in mir selbst, an meinem innersten
Wesen, verspürte. Alle Anstrengungen meines Willens, den Zerfall der äußeren Welt und die Auflösung meines Ichs aufzuhalten, schienen vergeblich. Ein Dämon war in mich eingedrungen und hatte von
meinem Körper, von meinen Sinnen und von meiner Seele Besitz ergriffen. Eine furchtbare Angst, wahnsinnig geworden zu sein, packte mich. Ich war in eine andere Welt geraten, in andere Räume, in eine
andere Zeit.
... Lag ich im Sterben? War das der Übergang? ... Der Höhepunkt meines verzweifelten Zustandes war bereits überschritten, als der Arzt eintraf.
Meine Laborantin klärte ihn über meinen Selbstversuch auf, da ich selbst noch nicht fähig war, einen zusammenhängenden Satz zu formulieren.
Nachdem ich ihn auf meinen vermeintlich vom Tode bedrohten körperlichen Zustand hinzuweisen versucht hatte, schüttelte er ratlos den Kopf, da er
außer extrem weiten Pupillen keinerlei abnorme Symptome feststellen konnte. Puls, Blutdruck und Atmung waren normal. ... Langsam kam ich wieder aus einer unheimlich fremdartigen Welt zurück in die
vertraute Alltagswirklichkeit. Der Schrecken wich allmählich und machte einem Gefühl des Glücks und der Dankbarkeit Platz, je mehr normales Fühlen und Denken zurückkehrte und die Gewißheit wuchs, daß
ich der Gefahr des Wahnsinns endgültig entronnen war. Jetzt begann ich allmählich das unerhörte Farben- und Formenspiel zu genießen, das hinter meinen geschlossenen Augen andauerte. Kaleidoskopartige
sich verändernd, drangen bunte, phantastische Gebilde auf mich ein, in Kreisen und Spiralen sich öffnend und wieder schließend, in Farbfontänen zersprühend, sich neu ordnend und kreuzend, in
ständigem Fluß. Besonders merkwürdig war, wie alle akustischen Wahrnehmungen, etwa das Geräusch einer Türklinke oder eines vorbeifahrenden Autos, sich in optische Empfindungen verwandelten. Jeder
Laut erzeugt in Form und Farbe entsprechendes, lebendig wechselndes Bild. ... Erschöpft schlief ich dann ein und erwachte am nächsten Morgen erfrischt mit klarem Kopf, wenn auch körperlich noch etwas
müde. Ein Gefühl von Wohlbehagen und neuem Leben durchströmte mich. ... Als ich später in den Garten hinaustrat, in dem nach einem Frühlingsregen nun die Sonne schien, glitzerte und glänzte alles in
einem frischen Licht. Die Welt war wie neu erschaffen. Alle meine Sinne schwangen in einem Zustand höchster Empfindlichkeit, der noch den ganzen Tag anhielt. ...
Von großer Bedeutung erschien mir, daß ich mich an alle Einzelheiten des im LSD-Rausch Erlebten erinnern konnte. ... Auch war ich mir während
der ganzen Dauer des Versuchs bewußt, im Experiment zu stehen, ohne daß ich allerdings aus der Erkenntnis meiner Lage heraus und bei allen Willensanstrengungen fähig gewesen wäre, die LSD-Welt zu
verscheuchen. ... Was ich an LSD erstaunlich fand, war seine Eigenschaft, einen derart umfassenden Rauschzustand zu erzeugen, ohne einen Kater zu hinterlassen".
*Für seine außergewöhnlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Naturstoffchemie verlieh der Fachbereich Pharmazie der Freien Universität Berlin Dr.
Albert Hofmann am 3. Dezember 1988 die Ehrendoktorwürde.
Geschichte und Prohibition
Zunächst schien LSD ein vielversprechendes Medikament zu sein. In den ersten Jahren wurde die Droge vielen psychologischen Forschern zugänglich
gemacht, und Mitte der Fünfziger Jahre war bereits ein beachtlicher Erfahrungsschatz zusammengetragen worden. Da die Versuche auf psychiatrischer Ebene immer im kontrolliertem Setting gemacht wurden,
und die Versuchspersonen davon in Kenntnis gesetzt worden waren, daß sie einen außergewöhnlichen Zustand erfahren würden, hatten sie keine negativen Auswirkungen. Besonderes Aufsehen erregte dagegen
der Fall des Dr. Olson, dem man im Rahmen von Drogenexperimenten in der US-Army ohne sein Wissen LSD verabreicht hatte und der dann durch einen Sprung aus dem Fenster Selbstmord beging. Seiner
Familie war damals unerklärlich, wie es bei diesem ruhigen, ausgeglichenen Mann zu dieser Tat hatte kommen können. Erst fünfzehn Jahre später, als die Geheimakten über jene Versuche öffentlich
wurden, erfuhr sie den wahren Sachverhalt, worauf der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Gerald Ford, den Hinterbliebenen öffentlich das Bedauern der Nation zum Ausdruck
brachte.
Aldous Huxley brachte 1956 den Begriff "psychedelisch" auf - es leitet sich von "psyche" (Seele, Geist) und "delos" (hervorbringend oder
manifestierend) her. Er war einer der ersten, die die Droge außerhalb einer medizinischen Anwendung probierten. Der Konsum der Droge breitete sich bei Wissenschaftlern, Künstlern und Intellektuellen
aus, bald erschienen Reportagen in großen Magazinen. So brachte das amerikanische Magazin "Look" 1959 einen Artikel "The curious story behind the new Cary Grant", in dem der berühmte Filmschauspieler
über seine LSD-Erfahrungen im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung berichtete. Erst die Behandlung mit LSD habe aus ihm einen neuen, in sich selbst gefestigten Menschen gemacht, der nach
drei gescheiterten Ehen nun glaube, jetzt wirklich lieben und eine Frau glücklich machen zu können. Auch das Buch von Constance A. Newland "My Self and I", in dem sie schildert, wie sie durch LSD von
ihrer Frigidität geheilt wurde, dürfte zur Ausbreitung beigetragen haben. So kam es, daß die Substanz sich schneller verbreitete als das Wissen darüber, viele Menschen glaubten, es genüge, LSD zu
nehmen um wunderbare Wandlungen in sich hervorzurufen. Zudem erloschen 1963 die Patente von Sandoz, so daß die Substanz praktisch von jedem hergestellt werden konnte.
In den Jahren 1964 bis 1966 erreichte die Publizität um LSD ihren Höhepunkt, sowohl was begeisterte Berichte von Drogenfanatikern und Hippies
über die Wunderwirkung von LSD als auch was Meldungen von Unglücksfällen, von seelischen Zusammenbrüchen, von kriminellen Handlungen, Morden und Selbstmorden unter dem Einfluß von LSD
anbetraf.
Obwohl viele Albert Hofmann die Entdeckung einer "Wunderdroge" zuschreiben, gab es in den USA bald Widerstand gegen die psychedelische Bewegung.
Besonders die Gestalt von Dr. Timothy Leary wurde hierbei zum Angelpunkt. Er hatte Anfang der sechziger Jahre an der Harvarduniversität mit LSD vielversprechende Versuche gemacht. Als sich dann aus
Testserien LSD-Parties entwickelten, wurde Timothy Leary aus dem Lehrkörper entlassen und gründete eine eigene Organisation, die IFIF (International Federation for Internal Freedom).
Leary´s Slogan "turn on - tune in - drop out!" wurde zu einem zentralen Glaubenssatz der Hippiebewegung. Durch Ken Kesey, der als Student an den
Versuchen von Leary teilgenommen hatte und mit einer Gruppe von Leuten in seinem bunt bemalten Magic Bus durch die USA fuhr, wurden sowohl die Hippie-Ideale als auch LSD verbreitet. Kein Wunder, daß
die Aufforderung, aus dem bürgerlichen Leben auszusteigen, bald bei den politischen Behörden der USA auf Widerstand traf.
LSD wurde in der Presse immer mehr verteufelt, es kursierten Gerüchte, daß Leute auf LSD dachten, sie könnten fliegen und sich dann aus dem
Fenster stürzten, oder sie glaubten, sie seien eine Orange und wollten sich pellen oder man könne davon blind werden oder Chromosomenschäden bekommen. Die geschürte Hysterie war reaktionären
Politikern geradezu willkommen, um LSD zu verbieten, und so große Teile der verhaßten Protestbewegung kriminalisieren zu können.
Am 16.10.1966 wurde es schließlich in den USA verboten. Unter maßgeblichem Einfluß der USA wurden die Halluzinogene dann in die Liste der
besonders gefährlichen Drogen (UNO Single Convention on Narcotic Drugs) gesetzt, was einem Totalverbot des LSD für Therapie, Forschung und Freizeitgebrauch bedeutet.
In der Bundesrepublik ist LSD seit 1971 im Betäubungsmittelgesetz als nicht verkehrsfähig eingestuft.
Vom Urkult zur Kultur:
LSD auf Technopartys
Seit Urzeiten werden in fast allen Regionen der Erde halluzinogene Drogen rituell eingenommen um spirituelle Erfahrungen und ekstatisches
Erleben auszulösen bzw. zu intensivieren. Auch im antiken Europa wurde ein psychedelisches Ritual zelebriert: Die Mysterienspielen von Eleusis - nahe bei Athen - wurden alljährlich abgehalten, um die
Göttin Demeter für eines ihrer wertvollsten Geschenk an die Menschen, den Getreideanbau, zu ehren. Es waren die bedeutendsten Mysterien des Altertums, die über einen Zeitraum von fast 2000 Jahren,
von etwa 1500 v.Chr. bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. begangen wurden. Dabei wurde von den Priestern ein Trank gereicht, der vermutlich mit dem Mutterkornpilz versetzt war, und die Teilnehmer
gleichzeitig in einen ekstatisch visionären Zustand versetzt haben soll.
Im mittelalterlichen Europa wurden die Frauen, die über die Wirkung und Anwendungspraktiken von psychoaktiven Pflanzen und Pilzen wußten, von
der Kirche verfolgt, der Inquisition verurteilt und als Hexen verbrannt. So ging in unseren Breiten viel von dem ursprüngliche Wissen über die vorrübergehende bewußtseinsverändernde Wirkung
heimischer Pflanzen und Pilze verloren.
In abgelegenen Gebieten Südmexikos konnten einige Indianerstämme ihre magischen Kulte in Verbindung mit der Einnahme von Mutterkornalkaloiden
bis heute in nahezu ursprünglicher Form bewahren. Bei den Mazateken und Zapoteken benutzten die Heilpriester in religiös-zeremoniellem Rahmen einen halluzinogenen Trank, der aus dem Samen der
Windenarten Turbina corymbosa und Ipomoea violazea, bereitet wird. Diese als Ololiiqui-Trank bezeichneten Droge enthält Alkaloide, die auch im Mutterkorn vorkommen, nämlich Lysergsäureamid und
Lysergsäure-hydroxyethylamid, also sehr nahe Verwandte von LSD.
Der seit einigen Jahren in der Technoszene, hier vor allem bei Anhängern der Goa- und Trance-Musik zu verzeichnende Trend hin zu halluzinogenen
Drogen setzt die urkultischen Traditionen von drogenvermittelten Ekstase Erlebnissen fort. Die gemeinsame Einnahme von halluzinogenen Drogen wird dabei wieder zum gruppendynamischen Erlebnis, zum
verbindendem Katalysator von Ekstase und Trance.
Eine Partygängerin berichtet:
"Auf LSD Party zu feiern, ist für mich mehr als bei entsprechender Dekoration "Optik zu schieben" und zur Musik abzuspacen. Ich tanze dann
vielmehr auf dem Spiegel meines Bewußtseins oder treffender ausgedrückt, ich schwebe frei über ihm - entmaterialisiert - und beginne mit der mich durchdringenden Musik zu verschmelzen. Ich habe das
Gefühl, daß der Raum in dem ich mich befinde durch mein eigenes Ich definiert wird, und die anderen Partygäste wenn sie diesen Raum betreten in mich eintreten. Ich erkenne dann die Bedeutung dieser
Personen für mein Leben und werte sie als gut und wichtig, auch wenn ich dieser Person im nüchternen Alltag scheinbar feindselig gegenüber stehe. Auf dem Dancefloor läuft Kommunikation auf höchst
subtile Weise über Körpersprache und Blickkontakte ab.
Nach einiger Zeit verlasse ich dann den Dancefloor. Auf dem Weg zum Chilloutspace reichen mir rührige Partyhelfer einen aromatischen Chai und
dabei ergibt sich die Gelegenheit zu einem angenehmen Gespräch. Im Chilloutspace angekommen, setze ich mich auf eine Matratze und beobachte den DJ, den ich schon lange kenne, bei der Kreation seines
leicht durch den Raum schwebenden Sounds. Er produziert die Musik nicht, er spielt mit ihr und mir wird bewußt, daß er die Kunst "das Leben zu spielen" mit der Zeit zur Perfektion gebracht hat, mit
einer mich faszinierenden Leichtigkeit. Über der ganzen durch eine große Friedlichkeit geprägte Szenerie, wacht ein feuerspuckender Drache, an dem sich diejenigen verbrennen, die versuchen uns auf
einen Weg zu zwingen, den wir nicht gehen möchten. Ich habe das Gefühl mit höchster Sensibilität auf die mich umgebenen Menschen eingehen zu können. Kommunikation findet in einer höheren Dimension
statt. Beim Sex kommt es zu einem völligen Ineinanderfließen von Körpern und Seelen.
Auch wenn ich für "begrenzte Ewigkeiten" auf solchen Partys lebe, tauche ich doch immer wieder in den nüchternen Alltag ein, um dort meine Frau
zu stehen".
Wirkmechanismus von LSD
Damit ein Individuum in seiner Umwelt selbständig existieren kann, muß es sein eigenes Ich von seiner Umwelt und von den anderen Menschen klar
abgrenzen können. Ferner muß die nahezu unendlich große Flut von optischen, akustischen und sonstigen Sinneseindrücken durch Vergleich mit unmittelbar zuvor aufgenommenen Reizen sowie mit den im
Gedächtnis oder Unterbewußtsein abgelegten Informationen bewertet, interpretiert und auf ein zu verarbeitendes Maß gefiltert werden, bevor diese bewußt wahrgenommen werden können. Dabei scheint dem
im Zwischenhirn lokalisierten Thalamus, der Eingangspforte zur Großhirnrinde und damit zum Bewußtsein, die entscheidende Rolle zuzukommen: Die von den Augen, von den Ohren, der Nase oder der Haut
über den Thalamus eingehenden sensorischen Informationen werden in der Großhirnrinde decodiert und über eine Rückkopplungsschleife zum Thalamus zurückprojiziert, um erneut in diese Schleife
eingespeist zu werden (cortico-striato-thalamo-cortikales (CSTC) Schleifen-Modell). Dieser Mechanismus schützt das Großhirn vor externer Reizüberflutung, indem die zum Thalamus zurückprojizierten
Informationen einen hemmenden Einfluß auf die neu eingehenden äußeren Sinnesreize ausüben (negativer Rückkopplungsmechanismus auf den thalamischen Filter).
Das CSTC-Schleifen-Modell geht davon aus, daß psychedelische Bewußtseinszustände auf einer veränderten Interpretation von inneren und äußeren
Reizmustern beruhen. Es wird zunächst angenommen, daß LSD den körpereigenen Botenstoff Serotonin aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit imitiert. LSD führt dadurch zu einer Aktivierung bestimmter
Serotonin-rezeptoren (vor allem dem 5-HT2A Subrezeptor) auf Nervenzellen des Thalamus, des Stirnhirns und des Streifenhügels (Striatums) *.
Während bei einer angstvollen Ich-Auflösung ("Horrortrip") beobachtet werden konnte, daß das Großhirn von tieferen Strukturen wie den
Basalganglien entkoppelt wird, wurde bei der positiv erlebten ozeanischen Selbstentgrenzung eine Überaktivierung des Stirnhirns aufgezeichnet, die einzelnen Hirnregionen spielten aber noch geordnet
zusammen. Der thalamische Filter wird geöffnet, was zu einer stark vermehrten Reizeinspeisung führt: Sinnesinformationen werden dann nicht mehr fortlaufend mit Gedächtnisspuren verglichen und damit
sinnvoll interpretiert, was zu einer fundamental veränderten Ich- und Umwelterfahrung führt. Im Extremfall, bei sehr hoher LSD-Dosierung, erlebt das Gehirn dann die Welt nur noch in einzelnen Bildern
ohne Zusammenhang beziehungsweise mit verändeter Bedeutung - oder als ein unermeßlich fließendes Ganzes, als einen Strom innerer Visionen.
*andere Wissenschaftler erklären die LSD-Wirkung durch eine Aktivitätshemmung der Raphe (Mittellinie) in der Brückenregion des Hirnstamms, ein
Hauptzentrum der
Serotoninaktivität im Gehirn.
Risiken und Nebenwirkungen
vorübergehende körperliche Nebenwirkungen
Besonders in der Anfangsphase der LSD-Wirkung können Atmung, Pulsfrequenz, Blutdruck, Körpertemperatur (Schweißausbrüche) und Blutzuckerspiegel
erhöht sein. Es kann zu geweiteten Pupillen kommen. Schwindelgefühle und Benommenheit können auftreten. Diese Wirkungen sind für den LSD-Konsumenten spürbar, allerdings beeinträchtigen sie nur selten
das Wohlbefinden.
Bleibende Organschäden und Auswirkung auf den Fötus
LSD -Konsum führt nicht zu Organschäden. Auch konnten keine hirnorganische Veränderungen als Folge von LSD-Konsum nachgewiesen
werden.
Mögliche Gefahren für den Fötus bei LSD-Konsum während der Schwangerschaft sind unbekannt. Abnormitäten bei Kindern von LSD-Konsumenten treten
nicht häufiger auf, als in der Normalbevölkerung. Die Behauptung, LSD-Konsum führe zu Erbgutveränderungen, gehört in das Reich der Ammenmärchen und Antidrogenpropaganda. Die in Laborversuchen
festgestellten Chromosomenbrüche sind eindeutig auf die künstlichen Versuchsbedingungen im Reagenzglas zurückzuführen, Bedingungen bei denen auch Aspirin oder destiliertes Wasser zu
Chromosomenbrüchen führen.
Psychische Risiken
Die Risiken beim LSD-Konsum liegen eindeutig im psychischen Bereich und sind im Wesentlichen von der Persönlichkeitsstruktur, der
vorherrschenden Grundbefindlichkeit und der aktuellen psychischen Verfassung des Konsumenten abhängig.
Akute Panikreaktionen - bad trips
Die Wahrnehmungsveränderungen können derart heftig werden, daß der (unerfahrene) Konsument mit ihnen nicht mehr zurechtkommt: Verwirrtheit und
akute Panikanfälle können besonders in der Anfangsphase des LSD-Rauschs die Folge sein. Mit zunehmender Konsumerfahrung werden die Wahrnehmungsveränderungen meistens nicht mehr als beunruhigend
empfunden und nicht mehr in Panikreaktionen umgesetzt.
Das Wiedererleben verdrängter traumatischer Erfahrungen oder das Hineinsteigern in eine akute seelische Krise können einen "bad trip" zur Folge
haben, insbesondere dann, wenn dem Konsumenten eine Problembewältigung selber nicht gelingt.
Psychosen
Bei Menschen mit einer "Veranlagung zur Schizophrenie"*, soll der Gebrauch von Psychedelika Depressionen, paranoides Verhalten oder psychotische
Episoden, die den natürlich auftretenden schizophrenieartigen psychotischen Zuständen ähneln, herbeiführen können. Das solche Episoden eine rein pharmakologische Wirkung der Halluzinogene darstellt,
d. h. ohne Drogeneinfluß die Schizophrenie nicht bzw. nie "ausgebrochen" wäre, ist zu bezweifeln.
Hängenbleiben
Bei Menschen mit bestimmten Veranlagungen (z. B. besondere Ich-Schwäche), kann es nach LSD-Konsum zu länger anhaltenden mentalen Störungen
kommen. Es sind Fälle bekannt, in denen Wahrnehmungsveränderungen und Halluzinationen nach der Einnahme einer einzigen (meist extrem hohen) Dosis LSD bis zu drei Wochen andauerten.
Flashbacks
Das Wiederauftreten der LSD-Wirkung ohne erneute LSD- Einnahme - der flashback - ist ein rätselhaftes Phänomen. 15% der LSD Anwender geben an,
Flashbacks erlebt zu haben. Sie sollen durch Cannabis-Konsum, Angst, Ermüdung, Dunkelheit oder eine "psychedelische Optik" ausgelöst worden sein. Beim Flashback handelt es sich vermutlich um ein
Erinnerungsphänomen, ähnlich wie beim deja vu. Die Behauptung, daß Flashbacks durch im Gehirn oder im Fettgewebe gespeichertes und später wieder freigesetztes LSD verursacht werden, konnte
wissenschaftlich nie nachgewiesen werden.
Abhängigkeitsrisiko
Eine körperliche LSD-Abhängigkeit entsteht nicht, auch dann nicht, wenn LSD über einen längeren Zeitraum wiederholt eingenommen wird. Im
Gegenteil scheint bei Personen, die massiv LSD konsumieren, das Verlangen nach diesen Substanzen mit der Zeit sogar abzunehmen. Tiere verabreichen sich im Laborversuch bestimmte psychotrope
Substanzen wie z. B. Kokain, Amphetamin, Opioide und Nikotin aus eigenem Antrieb. Das Ausmaß dieser Selbstverabreichung ist je nach Substanz unterschiedlich und soll das "Mißbrauchspotential" einer
Substanz für den Menschen widerspiegeln. Labortiere neigen nicht zur Selbstverabreichung von Halluzinogenen.
*Ca. 1% der Menschen auf der Erde erkranken im Laufe ihres Lebens an einer "schizophrenieartigen Psychose"; - und zwar unabhängig ihrer
Hautfarbe, Herkunft und den kulturell bedingten Unterschieden in ihren Drogenkonsumgewohnheiten.
Resümee
Der amerikanische Pharmakologe Robert Julien resümiert in seinem Buch "Drogen und Psychopharmaka";, daß seit zwanzig Jahren einer der Klassiker
unter den Lehrbüchern der Psychopharmakologie ist: " Die Furcht vor langfristigen Gefahren für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Falle einer Ausbreitung des LSD-Konsums - wie in den USA in den
sechziger Jahren - ist wohl ziemlich unbegründet. Trotz der extrem heftigen und ungewöhnlichen psychedelischen Wirkungen, die LSD auslöst, ist bezüglich gesellschaftlicher Folgen bei anderen
psychotropen Substanzen (wie etwa Alkohol, Nikotin und Opioiden) durchaus mehr Besorgnis angebracht".
Stoffwechsel, Nachweis und Toleranzausbildung
Üblicherweise wird LSD geschluckt und innerhalb einer Stunde vom Körper resorbiert. Etwa drei Stunden nach Einnahme erreicht der LSD-Spiegel im
Blut sein Maximum, was mit dem Erreichen der maximalen Wirkung übereinstimmt. Die Verteilung der Substanz im Körper erfolgt rasch, LSD diffundiert ungehindert zu seinem Wirkort im Gehirn. Die höchste
Konzentration innerhalb des Körpers findet man in der Leber, wo die Droge vor ihrer Ausscheidung verstoffwechselt wird. Die Wirkung hält normalerweise etwa sechs bis acht Stunden an.
Da LSD in extrem geringen Dosen angewendet wird, tritt es nur in Spuren im Urin auf. Konventionelle Methoden der Urinanalyse sind daher nicht
empfindlich genug, um LSD nachzuweisen. Bei Verdacht auf LSD-Konsum (z.B. bei Autofahrern) werden Urinproben des mutmaßlichen Konsumenten gesammelt und in einem Speziallabor mittels Radioimmunassay
auf ihren LSD-Gehalt untersucht. LSD läßt sich so bis zu drei Tage nach der Einnahme nachweisen.
LSD-Konsum führt rasch zu einer Toleranzausbildung (Gewöhnungseffekt), d.h. nach ein- bis zweimaligen Konsum innerhalb von 1-2 Tagen wird die
gleiche Wirkung anschließend erst bei einer 1,5-2 fach höheren Dosis erreicht. Es besteht eine Kreuztoleranz zu Psilocybin, dem Wirkstoff aus den Zauberpilzen. Die Toleranz ist nach ca. einer Woche
Abstinenz wieder aufgehoben.
Bewußtseinsforschung
Psychedelische Substanzen wie LSD sollen "bewußtseinserweiternd" bzw."bewußtseinsverändernd" sein oder -wie Albert Hoffman sagt-"...vergessene
oder ins Unterbewußtsein verdrängte Erlebnisse beschleunigt ins Bewußtsein bringen" .Somit scheint einer der Schlüssel für die Erklärung der LSD-Wirkung in der Antwort auf die Frage "Was ist
eigentlich Bewußtsein ?" zu liegen. Wir wenden uns an dieser Stelle der aufwärtsstrebenden Disziplin "Bewußtseinsforschung"* zu. Lange Zeit wurde sie von Philosophen mit der Meinung dominiert, daß
sich Bewußtsein nicht definieren, geschweige denn untersuchen lasse. Keiner dieser Skeptiker vertritt einen dualistischen Standpunkt und würde demnach behaupten, daß der Geist unabhängig von der
Materie existiere und sie beeinflussen könne**. Unerklärlich erscheint ihnen jedoch, wie ein physikalisches System einen bewußten Zustand haben kann. Der Wissenschaft fällt es zwar heute nicht mehr
schwer, das Gehirn als informationsverarbeitende Maschine zu betrachten, die wiederum Muskeln steuert und damit dem Menschen das Handeln ermöglicht. Unerklärlich bleibt aber wie die im Gehirn
verarbeiteten Sinneseindrücke in Form von Empfindungen im Bewußtsein auftauchen. Dort erst werden Schallwellen zu Klängen, elektromagnetische Strahlung zu Farben und Formen und die Ausschüttung von
Streßhormonen zur subjektiv erlebten Angst. Wie wird die Wahrnehmung von Licht einer bestimmten Wellenlänge in die subjektive Empfindung von "rot" oder "grün" verwandelt. Wie kann das materielle
Gehirn etwas Nichtkörperliches wie Gedanken, Ideen oder Vorstellungen erzeugen? Die skeptischen Philosophen meinen, daß die Fähigkeit zu erleben und die Erfahrungen des Subjektseins für immer
vollkommen unbegreiflich bleiben wird. Dem stellen Francis Crick (1962 Medizinnobelpreis für die Aufklärung der DNA-Struktur) und der Neurobiologe Christoph Koch ihre reduktionistische
elektrophysiologische Theorie des Bewußtseins gegenüber: Freuden und Sorgen, Erinnerungen und Ambitionen, das Gefühl persönlicher Identität und freien Willens sind demnach nicht mehrals das Verhalten
einer Ansammlung von einer kleinen Teilmenge der ca. hundert Milliarden Nervenzellen des menschlichen Gehirns und der zugehörigen Moleküle. Crick und Koch vertreten die These, daß das Bewußtsein von
einem Prozeß herrührt, der gezielte Aufmerksamkeit und Kurzzeitgedächtnis kombiniert. Die Philosophien Pat Churchland (San Diego, Kalifornien) sieht in dem Überschreiten der Disziplingrenzen und in
der Synthese aus naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Ansätzen den zukunftsweisenden Weg in der Bewußtseinsforschung. Dabei könnte die Fähigkeit von LSD, psychische und geistige
Funktionen tiefgehend zu beeinflussen, (wie von Albert Hofmann postuliert) zu einem wertvollen Werkzeug für eine solche grenzüberschreitende Bewußtseinsforschung werden. In Zeiten in denen das
menschliche Erbgut entschlüsselt wird und Körperlichkeit manipulierbar werden kann, stellt die LSD-Wirkung eine sehr beeindruckende Möglichkeit da, an sich selbst zu erfahren, daß das Bewußtsein
nicht sklavisch an die Gene gefesselt ist.
*Der Bostoner Philosoph Daniel Dennett hat prophezeit, daß die Menschen bald nicht mehr Kriege um Territorien, wegen ethnischer oder religiöser
Konflikte führen werden, sondern wegen der Bedrohung, welche die Bewußtseinsforschung für das Selbstbild des Menschen bedeutet.
**Während Andrew T. Weil, ein Mediziner der Universität von Arizona und Experte für psychedelische Drogen, betonte, eine vollständige Theorie
des Bewußtseins müsse auch die Fähigkeit südamerikanischer Indios erklären, unter Drogeneinfluß gleichartige Halluzinationen zu erleben.
Außergewöhnliche
Bewußtseinszustände (ABZ)
Der psychedelische Trip wurde von Aldous Huxley in die drei Kategorien Himmel, Hölle und Visionen eingeteilt. Für die moderne
Bewußtseinsforschung unterteilten Ines Bodmer, Adolf Dittrich und Daniel Lamparter außergewöhnliche Bewußtseinszustände anhand von 72 in einem Fragebogen aufgelisteten Kriterien in drei
Grunddimensionen. In Verbindung mit bestimmten Prädiktoren wurde so ein Konzept entwickelt, das Vorhersagen zu der Färbung eines ABZ erlaubt, gleichwohl ob diese durch Hypnose, Meditation oder
psychoaktive Substanzen ausgelöst werden. Es handelt sich dadei eher um ein akademisches Modell, das einen ständigen Abgleich mit der psychedelischen Praxis bedarf.
Die ozeanische Selbstentgrenzung
beschreibt den angenehm, beglückenden Aspekt eines ABZ: Empfindung von grenzenloser Freude, einem tiefen inneren Frieden und einer
allumfassenden Liebe.
* Erfahrungen des Einsseins mit sich und der Welt
* Befreiung von den Beschränkungen von Raum und Zeit
* Ahnung einer höheren Wirklichkeit
* Mystisches und spirituelles Erleben
Die angstvolle Ich-Auflösung ("bad trip")
Diese Dimension beschreibt den durch Angst dominierten Aspekt eines ABZ: Angst die durch den Verlust von Fähigkeiten des normalen Wachbewußtsein
wie Selbstkontrolle, Urteilsfähigkeit und Realitätskontrolle ausgelöst wird.
* Gefühl des Bedroht- und Gequältseins
* Gefühl, eine fremdgesteuerte Marionette zu sein
* Angst, aus diesem Zustand nicht mehr herauszukommen
* Verzerrte und verfremdete Wahrnehmung der Umgebung
Die ozeanische Selbstentgrenzung und die angstvolle Ich-Auflösung stehen nur im scheinbaren Gegensatz. Tatsächlich treten glücksvolle
Erfahrungen gleichzeitig oder abwechselnd mit angsteinflößenden auf.
Die visionäre Umstrukturierung
Ist der komplexeste Aspekt des ABZ und beinhaltet sowohl Wahrneh-mungs- als auch Bedeutungsumstrukturierungen.
* Illusionen: Bilder, die der real exestierenden Umwelt entlehnt sind, werden uminterpretiert.
* Synästhesien: Überlagerungen der Sinne, z.B. werden Töne in bestimmten Farben gesehen und umgekehrt
* Pseudohalluzinationen: Das Sehen von Dingen bzw. Szenerien die in der realen Umgebung nicht exsistent sind, wobei man
dieses Phänomen sofort als eigentlich irreal erkennt und bewertet.
* Echte Halluzinationen: Sehen und Hören von Dingen die real nicht existent sind, ohne das man sich dessen un mittelbar
bewußt ist (typisch für psychotisches Erleben und/oder das Alkoholentzugsdelir, nicht aber für den LSD-Rausch)
* Dehabituation: Dinge aus der vertrauten Umgebung bekommen eine völlig neuartige Bedeutung
* Überaus deutliche Erinnerung an bestimmte Ereignisse
* Äußerst lebhafte Phantasie, gesteigerte Kreativität und Assoziationsvermögen
Faktoren (Prädiktoren) die ein ABZ beeinflussen
Die gebrauchte Substanz
Diese Kriterien wurden nach Einnahme der psychotropen Substanzen LSD und MDMA (Ecstasy) bei 37 Versuchspersonen abgefragt: LSD rief
durchschnittlich 8% weniger ozeanische Selbstentgrenzung , 10 % mehr angstvolle Ich-Auflösung und 31 % mehr visionäre Umstrukturierung hervor als MDMA
Persönlichkeit
Die Färbung des ABZ durch die einzelnen Grunddimensionen hängt aber auch von der Persönlichkeit der betroffenen Person ab. Um die individuelle
Reaktion bezüglich der drei Grunddimensionen vorauszusagen, wurden Persönlichkeitsprofile, die mit der besonderen Ausprägung einer Dimension einhergehen, ermittelt:
Zu ABZ mit ausgeprägter ozeanischer Selbstentgrenzung neigen Menschen, die sich und andere akzeptieren, so wie sie sind, auf ihr eigenes Wohl
bedacht sind, aber auch Bedürfnisse anderer anerkennen, dem Zwang zur Konformität widerstehen und sich mit der Realität gut auseinandersetzen können. Die Angst in ABZ steht im Zusammenhang damit, daß
durch das völlig fremdartige Erleben das ganze innere Bezugssystem, auf welche sich die Selbst- und Welterfahrung gründet, seine Gültigkeit verlieren kann. Dazu kann eine Überflutung von Inhalten aus
dem Unterbewußten kommen.
Zur angstvollen Ich-Auflösung neigen demnach Personen, die sich bei verändernden Bedingungen nur unzureichend von einmal eingeschlagenen Denk-
und Handlungswegen lösen können, um andere, angemessenere zu wählen.
Bei Menschen, die im normalen Wachbewußtsein über ein großes natürliches Vorstellungsvermögen verfügen, ist der ABZ im besonderem Maße durch
visionäre Umstrukturierung geprägt, verbunden mit dem Auftreten von intensiven optisch-pseudohalluzinatorischen Phänomenen.
Set: Vorerfahrungen, Erwartungshaltung, Grundbefindlichkeit und aktuelle Stimmung
Vorerfahrungen mit ABZ begünstigen das Erleben von ozeanischer Selbstentgrenzung und verringern das Auftreten von angstvollen Ich-Auflösung. Die
Erwartungshaltung wird in der Regel im Erleben eines ABZ bestätigt. Die Untersuchung von 15 Personen, die nach LSD-Konsum psychiatrisch hospitalisiert worden waren, ergab, daß sich alle in einer Art
Lebenskrise befunden haben. Dies weist darauf hin, daß nicht nur die Stimmung unmittelbar vor einem ABZ einen Einfluß auf dessen Qualität hat, sondern auch die vorherrschende Befindlichkeit während
der Tage bis Wochen davor.
Setting
Die Wichtigkeit des Settings, also der äußeren Bedingungen, unter denen ein ABZ erlebt wird, wird zwar immer wieder betont. Timothy Leary fand
einen Zusammenhang zwischen positiv empfundenem Setting und positiv erlebter Psychedelika-Wirkung. Außerdem wurde ein positiver Zusammenhang zwischen Gruppengröße und Gefühl der Gruppeneinheit,
dagegen ein negativer Zusammenhang mit dem Auftreten von halluzinatorischen Phänomenen beschrieben.
LSD in der Psychotherapie
In den 56 Jahren, die seit der Entdeckung der LSD-Wirkung vergangen sind, hat die internationale Forschungsgemeinschaft eine wahre Flut von
Untersuchungen über die psychologischen Wirkungen und die möglichen therapeutischen Anwendungen dieser Substanz hervorgebracht. Die Gesamtheit der wissenschaftlichen Literatur ist dementsprechend
umfangreich und steckt voller widersprüchlicher Behauptungen. In diese Unübersichtlichkeit läßt sich eine gewisse Ordnung bringen, wenn man die Geschichte und Entwicklung dreier großer
wissenschaftlicher Ansätze betrachtet, mit denen versucht wird, die Wirkungen und das therapeutische Potential von LSD zu erfassen.
Der psychotomimetische Ansatz
besagt, daß LSD einen geistigen Zustand hervorrufen, der einer Psychose ähnelt. Psychotomimetisch bedeutet "eine Psychose nachahmend". Diese
Wirkung kann zur Erzeugung einer unter Laborbedingungen entstehenden "Modellpsychose" dienen. Das psychotomimetische Paradigma wurde zum Ausgangspunkt der Forschung in den frühen fünfziger Jahren und
beeinflußte die Ausrichtung, Gestaltung und die Ergebnisinterpretationen der Experimente. Trotz zahlreicher Widersprüche hält sich diese Theorie hartnäckig, wahrscheinlich weil bestimmte
Wissenschaftler es sich nicht gestatten, die gewohnten Bahnen ihres Denkens zu verlassen. Auch heute noch definieren viele Vertreter der klassischen Psychiatrie jegliches Rauscherleben als eine Art
von Psychose.
Der psycholytische Ansatz,
demzufolge die Substanzwirkungen die dynamische Beziehung zwischen den bewußten und den unterbewußten Teilen der Persönlichkeit verändern.
Psycholytisch bedeutet "den Geist auflösend". Dieser veränderte Bewußtseinszustand kann für eine psychoanalytisch ausgerichtete Psychotherapie von Nutzen sein. Das psycholytische Paradigma der
"drogengestützten Therapie" erwuchs ganz allmählich aus der psychotomi-metischen Richtung. Zunächst wollte man ähnlich wie bei der Elektroschock- oder Insulinschock-Therapie ein toxisches Delirium
hervorrufen, um in diesem Zustand verdrängte Bestandteile von Konflikten zu verbalisieren. Man stellte aber bald fest, daß sich die meisten Patienten ganz klar an das erinnern konnten, was sie unter
der LSD-Wirkung erlebt hatten. Diese unbeeinträchtigte Erinnerung an die Erlebnisse im außergewöhnlichen Bewußtseinszustand war für die therapeutische Integration neuer Einsichten im normalen
Wachzustand sogar von entscheidender Bedeutung und ist für ein Delirium überhaupt nicht typisch. Man wurde sich bewußt, daß das psychotomimetische Paradigma einen Versuch darstellt, die Wirkung einer
völlig neuen Wirkstoffklasse überholten Rahmenbedingungen anzupassen.
Psycholytische Therapieformen fanden in Europa gegen Ende der fünfziger Jahre beträchtliche Verbreitung und seit den frühen Sechzigern auch
unter den Therapeuten in den USA ihre Anhänger. Der psycholytische Ansatz beinhaltet die wiederholte Verwendung niedriger Dosierungen psychedelischer Substanzen (z.B. 30-60 Mikrogramm LSD) im Rahmen
einer psychoanalytisch ausgerichteten Psychotherapie. Die Sitzungen erstrecken sich üblicherweise über einen Zeitraum von sechs Monaten bis zwei Jahren. Der Prozeß umfaßt eine Tiefenanalyse der
Drogenerfahrungen während und nach den Drogensitzungen. Ziel ist es dabei, psychodynamisch relevantes Material einschließlich verdrängter Kindheitserinnerungen aufzudecken. Dabei ging man davon aus,
daß psychedelische Substanzen eine Übertragung erleichtern und gleichzeitig die Einsicht der Patienten in ihre Übertragung auf den Therapeuten verstärken.
Typische Indikationen sind Angst- und Zwangsneurosen, neurotische und reaktive Depressionen. Auch konnten vordem als therapieresistent erachtete
Patientengruppen mit gutem Erfolg psychotherapeutisch behandelt werden. Kontraindikationen stellen dagegen hysterforme Neurosen, Psychosen, Borderlinefälle sowie konstitutionell infantile und
ich-schwache Personen dar.
Der psychedelische Ansatz
sieht diese Substanzen als Mittel zur Erleichterung mystischer Erfahrungen und Gipfelerlebnisse, vorausgesetzt man nimmt sie in der richtigen
(hohen) Dosierung und in einem passenden Setting zu sich. Psychedelisch bedeutet "die Seele offenbarend". Man sieht in diesen Erfahrungen das Potential zu tiefgreifenden, anhaltenden und positiven
Persönlichkeitsveränderungen. Dieser Ansatz konzentriert sich auf den Höhepunkt einer Drogenerfahrung oder ein mystisches Drogenerlebnis, das an sich schon als potentiell heilkräftig gilt. Von diesem
Phänomen nimmt man an, daß es auch im Schamanismus naturnah lebender Völker heilend genutzt wird.
Eine Psychotherapie soll, wenn sie mit dieser Erfahrung verbunden ist, diese vorbereiten und leichter machen. Das ist etwas ganz anderes als das
psycholytische Paradigma einer drogengestützten Therapie, bei dem der Schwerpunkt auf dem therapeutischen Prozeß liegt, der durch die Substanzwirkung erleichtert werden soll. In einem psychedelischen
Setting richtet man alles auf das Hervorrufen einer mystischen und religiösen Erfahrung aus. Es werden hohe Dosierungen (zwischen 250 und 850 Mikrogramm LSD) verwendet, um mächtige, überwältigende
Bewußtseinsveränderungen zu fördern und die Klienten in transpersonale und kollektive Dimensionen des Bewußtseins hineinzuführen. Die äußere Umgebung wird entsprechend vorbereitet: Sie ist ästhetisch
angenehm; man spielt meist sorgfältig ausgewählte Musik. Der psychedelische Ansatz hat sich am meisten bei der Auseinandersetzung mit Sterben und Tod bewährt, wie z. B. bei Krebs- und AIDS-
Patienten. Bei der Behandlung von Neurotikern und Patienten mit anderen Persönlichkeitsstörungen hat sich jedoch gezeigt, daß mehrere drogengestützte Sitzungen und eine psychotherapeutische
Einbettung unverzichtbar sind.
Unabhängig welcher psychologischer Ausrichtung man folgt, zeigen die hier aufgeführten Beispiele, daß LSD ein beachtliches therapeutisches
Potential besitzen muß. Weitere Forschung, ausgerichtet an neusten psychologischen Erkentnissen und Ergebnissen aus der Bewußtseinsforschung, ist notwendig.
Die rechtliche Situation
Lysergid (LSD) ist gesetzlich als sog. "nicht verkehrsfähiges" Betäubungsmittel klassifiziert und der Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes
(BtMG) unterstellt. LSD ist damit in der rechtlichen Bewertung z.B. dem Heroin gleichgestellt. Zwar steht nach den gesetzlichen Bestimmungen der Drogenkonsum als solcher nicht unter Strafe, da nach
der Logik des Gesetzgebers sich jeder selbst schädigen darf. Sämtliche konsumbezogene und konsumvorbereitende Handlungen, wie etwa der Erwerb und Besitz, das Herstellen und Abgeben und
dementsprechend auch das Handeltreiben werden nach dem BtMG aber mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren geahndet.
Damit genügt es, daß jemand mit einer bestimmten LSD-Menge angetroffen wird und eine eindeutige Zuordnung zur Person den Umständen nach möglich
ist. Im Anschluß an die polizeilichen Ermittlungen kann die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Verstoßes gegen das BtMG erheben. Das Gericht entscheidet dann darüber, ob eine strafgerichtliche
Hauptverhandlung eröffnet oder das Verfahren eingestellt wird. Eine Einstellung des Verfahrens kommt im Vorfeld durch die Staatsanwaltschaft oder nach Anklageerhebung durch richterliche Entscheidung
auch bei Ersttätern nur in Betracht, wenn kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht. Hierzu kommt es auf die Umstände des Einzelfalls an. Ist die mitgeführte LSD-Menge offensichtlich
zum Eigenkonsum bestimmt und handelt es sich um eine geringe Menge, dann kann eine Verfahrenseinstellung wegen geringer Schuld und mangeldem öffentlichen Interesse schon vom Staatsanwalt vorgenommen
werden. Dies setzt voraus, daß der Beschuldigte keine gesellschaftliche Position mit Vorbildcharakter (z.B. Lehrer u.ä.) hat, die ein öffentliches Strafverfolgungsinteresse begründen könnte. Eine
geringe Menge im Sinne der Vorschriften zur Verfahrenseinstellung liegt bei etwa einem Zehntel des des von den Gerichten definierten Wertes zur sog. "nicht geringen Menge". Bei LSD liegt dieser Wert
nach der Definition des Bundesgerichtshof bei 6 mg. Dementsprechend werden Konsumeinheiten von bis zu einem halben mg als geringe Menge zu einer Verfahrenseinstellung führen können. Das Gericht kann
die Verfahrenseinstellung mit der Auflage zur Zahlung eines Geldbetrages für gemeinnützige Zwecke verbinden.
Angesichts der ca. 8 bis 12 Stunden anhaltenden psychotropen Wirkung des LSD ergeben sich bestimmte Rechtspflichten hinsichtlich der
Straßenverkehrsteilnahme. Die LSD-Einnahme wird innerhalb der Wirkdauer bei den meisten Konsumenten zur Fahruntüchtigkeit führen. Eine Teilnahme am Straßenverkehr in fahruntüchtigem Zustand wird,
auch wenn sie fahrlässig begangen wird, nach dem Strafgesetzbuch mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bestraft. Rechtlich folgenlos bleibt die Fahrt unter LSD-Einfluß nur dann, wenn
der Fahrer fahrtüchtig und unauffällig am Straßenverkehr teilnimmt. Anders als bei anderen Substanzen (z.B. Cannabis, Speed oder Ecstasy), bei deren Nachweis im Blut auch fahrtüchtiges Verhalten nach
dem neugefaßten Straßenverkehrsgesetz als Ordnungswidrigkeit (bis zu 3000 DM Geldbuße) angesehen wird, ist LSD (noch) nicht in der Liste der "berauschenden Mittel" ausdrücklich aufgeführt. Ungeachtet
dessen erscheint aufgrund der Möglichkeit, nach einer LSD-Fahrt zur Fahrtüchtigkeit begutachtet zu werden, das Risiko einer Verurteilung nach den Vorschriften des Strafgesetzbuches relativ
hoch.
Drogenpolitische Forderungen
Als eine notwendige Sofortmaßnahme sieht das GAJB das sog. Drugchecking, welches eine Substanzüberprüfung für den Konsumenten über öffentlich
zugängliche Stellen (z.B. Apotheken) ermöglicht. Durch diese Maßnahme kann der User vor einer Überdosierung und vor möglichen Verunreinigungen geschützt werden. Um den konsequenten Konsumentenschutz
zu gewährleisten fordert das GAJB die Abgabe von qualitativ hochwertigen LSD-Produkten und anderen Drogen durch qualifiziertes Personal in speziellen Drogenfachgeschäften an Personen ab 16 Jahre.
Lediglich bei Heroin und Kokain soll die Abgabe auf ärztliches Rezept erfolgen. In einem Drogenfachunterricht an den Schulen soll sachlich über positive und negative Wirkungen von Drogen aufgeklärt
werden. Vergleichbare Angebote muß es auch im Bereich der Erwachsenenbildung geben, z.B. an Volkshochschulen. Werbung für Drogen sollte verboten werden, da diese keinen aufklärerischen, sondern einen
verführerischen Charakter hat. Außerdem setzt sich das GAJB für den Auf- und Ausbau von europäischen Selbsthilfenetzwerken mit u.a.kulturellem Charakter ein, um einer Ghettoisierung der Konsumenten
durch die nationalen Drogenhilfeeinrichtungen zu begegnen. (http://www.netpool.org/socart/Technonetz/t2r.htm)
Safer Use Regeln
Ein risikofreier Gebrauch von Drogen ist niemals möglich. Wer auf den Konsum von LSD nicht verzichten möchte, sollte aber zumindest folgende
Minimalregeln beachten:
Nehme niemals LSD, wenn Du seelisch oder körperlich schlecht drauf bist (ungünstiges set).
Autofahrer, Schwangere und stillende Mütter sollten kein LSD einnehmen.
Während der LSD-Wirkung ist es wichtig, daß Du Dich in einer Dir angenehmen Atmosphäre aufhälst und zu den Dich umgebenden Menschen ein
harmonisches Verhältnis hast (gutes setting).
Die Art der Wirkung und die Wirkdauer sind bei Halluzinogenen selbstverständlich auch von der Dosierung abhängig. Um Dich bei unbekannten Drogen
(als unerfahrener User) vor bösen Überraschungen wenigstens in einem gewissen Maß zu schützen, nehme nicht mehr als einen Viertel Trip ein.
Wenn sich eine Stunde nach der LSD-Einnahme immer noch keine Wirkung einstellt, nicht gleich weitere Trips nachwerfen; bei vollem Magen etc.
kann sich das Einsetzen der Wirkung bis zu zwei Stunden verzögern.
Der Mischkonsum mit anderen Drogen sollte nie ohne eingehende Erfahrungen mit den einzelnen Substanzen erfolgen.
Bei Panikanfällen/"Horrortrips" muß der Betroffene zunächst schnell in eine ruhige Umgebung (z.B. frische Luft) gebracht werden. Körperkontakt
halten und versuchen durch gutes und gezieltes Zureden den "Gestrandeten" auf bessere Gedanken zu führen. Sollte auch dies nichts nützen, scheue Dich nicht, einen Arzt zu rufen und kläre ihn über den
Drogenkonsum auf - denn nur ein Arzt darf ggf. entsprechende Medikamente (z.B. Valium, Neuroleptika) verabreichen. Der Arzt ist übrigens an seine Schweigepflicht gebunden.
Besonders beeindruckende Sequenzen solltest Du dann nüchtern vor Deinem Inneren Auge noch einmal ablaufen lassen. Mach Dir diese wieder bewußt,
wenn Du im normalen Wachzustand ähnliche Situationen durchlebst.
LSD-Reisen sollten darum Ausnahmeerlebnisse bleiben. Laß Dir zur Erholung mindestens einen arbeitsfreien Tag Zeit.
Hinweis: Der Abdruck dieser "Sicherheitsregeln" sollte nicht als
Aufforderung mißverstanden werden, LSD zu konsumieren.
Impressum
Das Fachforum Drogen ist ein bundesweiter Arbeitskreis des Grün-Alternativen Jugendbündnises (GAJB). Die MitgliederInnen des Fachforums sind
junge DrogenpolitikerInnen von den Grünen, Experten aus Drogenselbstorganisationen (wie z.B. Eve & Rave) oder einfach interessierte Menschen aus dem GAJB. Eine Mitgliedschaft im GAJB ist für die
Mitarbeit erforderlich. Das Fachforum erarbeitete im Herbst ‘97 ein umfassendes Drogenpolitisches Grundsatzprogramm (ISBN 3-930442-41-8) und versucht auf dieser Grundlage Einfluss auf die
Drogenpolitik der Bundesregierung und auf die Politik von Bündnis 90/Die Grünen zu nehmen. Wer Lust hat im Fachforum Drogen mitzuarbeiten meldet sich einfach bei den SprecherInnen:
Lysergsäurediethylamid
1935 nahm Albert Hofmann bei Sandoz in Basel die Arbeiten an Mutterkornalkaloiden, inbesonders am Ergotamin, welches in der Geburtshilfe und in
der Behandlung von Mirgräne von Bedeutung war, auf. Mutterkorn wird durch einen niederen Pilz erzeugt (Claviceps purpurea), der vor allem auf Roggen wächst. Hofmann stellte eine große Zahl von
Lysergsäreverbindungen her mit dem Ziel Ergotamin partial oder ganz zu synthetisieren und ein besseres, gebärmutterkontrahierendes Medikamnt zu entwickeln. 1938 stellte er zum ersten mal LSD-25 her.
Die Wirkung (als Analeptikum und gebärmutterkontrahierendes Mittel) erweckte aber bei den Pharamkologen und Medizinern von Sandoz kein Interesse und weitere Prüfungen wurden
unterlassen.
Eine Ahnung veranlaßte Hofmann 1943 nochmals einige Zehntelgramm LSD-25 herzustellen, um es erneut für eine erweiterte Prüfung in die
pharmakologische Abteilung zu geben. In der Schlußphase der Synthese, bei der Reinigung und Kristallisation des Lysergsäure-diäthylamids in Form des Tartrates (weinsaures Salz) wurde er durch
":ungewöhnliche Empfindungen" gestört. Kurz darauf unternahm er einen geplanten Selbstversuch mit dieser Substanz...
Cannabis
(THC) 2-4 Stunden bis zu 12 Stunden bzw. 2-3 Tage (Abbauprodukte) bei gelegentlichem und
3 Wochen bei regelmäßigem Konsum bei einmaligem Konsum 7-10 Tage,
bei häufigerem Konsum bis zu 8 Wochen
Speed
(Amphetamin) 2-4 Stunden 6 Stunden 1-4 Tage
(Ausscheidung stark pH-Wert abhängig)
Ecstasy
(MDMA) 3-5 Stunden bis zu 24 Stunden 1-4 Tage
(Ausscheidung pH-Wert abhängig)
LSD 6-12 Stunden bis zu 12 Stunden bis 3 Tage
(wird in Speziallabors durch Radioimmunoassay= RIA getestet)
Kokain 1-2 Stunden einige Stunden,
Benzoylekgonin einige Tage Kokain einige Stunden, Stoffwechselprodukt Benzoylekgonin bis zu 3Tage - bei chronischem Konsum
15-22Tage nachweisbar
Heroin 3-6 Stunden bis zu 8 Stunden 2-3 Tage
Barbiturate 3-24 Stunden einige Stunden bis Tage ca. 24 Std. (kurz
wirksame)
bis zu 3 Wochen
(lang wirksame)
Benzodiazepine 4-12 Stunden einige Stunden bis Tage geringe Mengen bis 3
Tage,
nach Langzeiteinnahme
4-6 Wochen
Crystal
(Methamphetamin) 4-12 Stunden einige Stunden 1-2 Tage bis zu einer
Woche
Methadon 12-24 Stunden bis zu 48 Stunden bis 3 Tage
(pH-Wert abhängig)
Codein mehrere Stunden
(stark dosisabhängig) bis zu 7 Tage
Alle Angaben ohne Gewähr.
(Wir haben verschiedenste Literatur ausgewertet, welche teilweise widersprüchliche Angaben dazu enthielten. Auch die Angaben der Hersteller von
Urintests sind größtenteils verschieden.)
Nachweiszeiten sind generell von der konsumierten Menge und Konsumhäufigkeit sowie bei Urintests meist vom ph-Wert und Konzentration des Harns
abhängig.
NACHWEIS IM HAAR
In Haaren (alle Körperhaare) ist der Konsum verschiedener Substanzen praktisch zeitlich unbegrenzt nachweisbar.
Zur Nachweisfähigkeit (Eine Information der HC DrugIdent GmbH):
Ein amerikanischer Anbieter nutzt das sogenannte RIAH ( Radioimmunoassay of Hair ) zur Untersuchung von Haaren nach Zerfallsprodukten von
Drogen. Dieses Verfahren wurde von dieser Firma entwickelt und patentiert. Tatsächlich gibt es hierbei allerdings etliche verschiedene Nachweisverfahren, wobei zahlreiche auch von deutschen Ärzten
mitentwickelt wurden, beispielsweise von Dr. Hans Sachs (München). Alle Testverfahren unterscheiden sich nur unwesentlich in ihrer Aussagefähigkeit. Das Partnerlabor der HC DrugIdent GmbH, das
Institut für Rechtsmedizin des ZKH Bremen, nutzt FPIA (Fluoreszenzpolarisationsimmunoassay), welches in der Lage ist, Drogenzerfallsprodukte nachzuweisen. Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein
Drogenscreening, welches generellen Drogenkonsum aufdeckt. Für die Analyse reicht schon eine Haarmenge von 50 mg pro nachzuweisenden Stofftyp aus. Dieses entspricht plastisch in etwa der Menge eines
1 cm langen, bleistiftdicken Haarstranges. Je länger jedoch die Haare sind, desto länger läßt sich auch der Drogenkonsum nachweisen, da die Zerfallsprodukte über den Blutkreislauf des Körpers durch
die Haarwurzel in die Haare einwachsen (Beispiel: 12 cm lange Haare lassen in den meisten Fällen Rückschlüsse auf ein komplettes Jahr - 12 Monate - zu). Dieses Verfahren wird beim Drogentest HC04 der
HC DrugIdent GmbH (www.drugident.com) verwendet.
Eine weiterführende Untersuchung mittels GC/MS-Verfahren, welche Gaschromatographie und Massenspektrometrie nutzt, bietet zudem die Möglichkeit
festzustellen, über welchen Zeitraum und welche Drogenmenge konsumiert worden ist. Vor Gericht ist diese Testform zugelassen und wird in verschiedenen Fällen genutzt. Dieses Verfahren wird beim
Drogentest HC09 der HC DrugIdent GmbH verwendet.
Was wird bei einer Urinprobe gemacht/nachgewiesen?
Für verschiedenste Zwecke gibt es Urinproben: um Krankheiten und Infektionen festzustellen, um den "Gesundheits"-Zustand festzustellen und auch,
um nach Drogen (bzw. nach deren nachweisbaren Stoffwechsleprodukten) zu suchen.
Es gibt verschiedenste Urinproben-"Methoden" und -"Gerätschaften".
Anbieter sind z.B. (dort kann man auch detaillierte Informationen bekommen):
www.mahsan.de
www.vonminden.de
www.drugident.com
Meist handelt es sich um Teststreifen, die in den noch "warmen" Urin eingetaucht werden müssen und die nach einigen Minuten eine Verfärbung an
einer oder mehreren Stellen (teilweise auch zur Kontrolle für ein negatives Testergebnis) anzeigen.
Es gibt sowohl Tests, die nur nach einer Substanz suchen, als auch Tests, die gleich auf mehrere Substanzen testen.
Üblicherweise werden Teststreifen für Opiate (Heroin, Codein, Morphin etc.), Methadon, Speed (Amphetamin), Ecstasy (MDMA, MDA, MDEA etc.),
Methamphetamin, Kokain, Cannabinoide, Barbiturate, Benzodiazepine, PCP und trizyklische Antidepressiva angeboten.
Bei den Teststreifen wird meistens das Prinzip des "Kompetitiven Immunoassays" angewendet. Diese Teststreifen haben jeweils eine Nachweisgrenze
(CutOff-Wert), ab der eine bestimmte Konzentration der Droge bzw. ihrer Stoffwechselprodukte im Urin nachgewiesen werden können.
Urinproben können aber auch in ein Labor versendet werden und dort mit anderen Verfahren auf die verschiedensten Substanzen getestet werden.
Dort kann man auch eine Aussage zur Höhe der Konzentration der Drogen bzw. Stoffwechselprodukte machen - daraus kann man wiederum Schlüsse auf die Menge und Häufigkeit des Konsums
ziehen.
Allgemeines
LSD (Lysergsäurediethylamid) ist nur bedingt eine Designer-Droge, da es trotz, rein synthetischer Herstellung, noch einen kleinen Rest an
natürlichen Grundbestandteilen des Mutterkorns aufweist. Dennoch ist LSD einer der ersten Stoffe, der als illegale Rauschdroge direkt aus den Laboren der chemischen Industrie (Sandoz) kam. Es gehört
nicht zur Obergruppe der Tryptamine, obwohl es durchweg halluzinogene Wirkungen hat.
In den 60er Jahren setzte sich LSD als eine der beliebtesten Drogen der Hippie-Bewegung (turn on, tune in, drop out) durch. Seit 1967 ist LSD
verboten und wird heute, nachdem es in den 80er Jahren kaum eine Rolle spielte, wieder verstärkt mit Ecstasy in Zusammenhang gebracht. Gängige Handelsnamen sind: »ACID«, »Mini Trip«, »Filz Trip«,
»Comic Trip«, »Dots«, »Pink Jesus«, »Purple Wedges«, »Pink Dots«, »Morning Glory« oder »Trip«. Es wird i.d.R. zusammen mit Wasser oral in Dosierungen zwischen 0,02 und 0,06 mg konsumiert. LSD ist ein
farb, geruchs- und geschmackloses Pulver, das bereits in kleinsten Dosierungen wirkt.
Herstellung und Zusammensetzung
Das Mutterkorn, aus dem die Lysergsäure gewonnen wird, ist ein parasitärer Pilz, der diverse Getreidearten (speziell Roggen) befällt. Albert
Hofmann entdeckte 1938 die Lysergsäure. Die starke halluzinogene Wirkung eines Derivates der Lysergsäure, nämlich des Lysergsäurediethylamids (kurz LSD), entdeckte derselbe Forscher 1943 während
eines Selbstversuchs. Die Firma Sandoz brachte es unter dem Namen „Delysid®“ zur Unterstützung von Psychotherapien auf den Markt. Da LSD schon in kleinsten Mengen (Mikro-grammbereich) wirkt, ist es
sehr schwer zu dosieren. Der in illegalen Drogenlaboren hergestellte Stoff wird mit anderen Substanzen gemischt und in Tablettenform gepreßt. Erhältlich ist es als Lösung auf Löschpapier, Pappen oder
als kleine Gelantineecken, den sog. „MICROS“.
Auf diese „Träger“ wird LSD i.d.R. geträufelt oder in Form von Kristallen aufgetragen. Ein Trip kostet zwischen 15 und 30 DM. Die Wirkstoffmenge
auf einer Pappe oder in einem Micro variiert zwischen 25 und 400 Mikrogramm. Die durchschnittliche Dosis liegt bei 75 Mikrogramm und erreicht eine Wirkungsdauer von ca. 8-10 Stunden. Es wurde auch
von Trips berichtet, die bis zu 72 Stunden dauerten. LSD ist zur Zeit zusammen mit Speed und Ecstasy ein Renner unter den Partydrogen.
Wirkungen
Akute Wirkungen des LSD-Konsums sind weite Pupillen, hoher Blutdruck, schnelle Atmung, Blutdruckanstieg und ein geringeres Schlafbedürfnis, auch
Übelkeit, Brechreiz und Schwindelgefühle können auftreten. Offenbar beeinflußt LSD das biochemische Geschehen an den Schaltstellen des Zentralennervensystems (ZNS).
Das Rauscherlebnis ist vor allem von der Dosierung und der körperlichen und seelischen Verfassung des Konsumenten abhängig. Bei schlechten
Konsumvoraussetzungen, wie etwa miese Laune oder Depressionen, ist das Risiko eines „Horror Trips“ relativ groß. Diese „Horror-Trips“ gehen meist mit Panik, Todesängsten und Wahnvorstellungen einher.
Auch Überdosierungen können zu „Horror-Trips“ und psychotischen Episoden führen, wenn der Konsument dafür anfällig ist. Konsumenten sind dann vielfach hilflos und haben Angst verrückt zu
werden.
Die halluzinogene Wirkung beginnt circa eine halbe Stunde nach der Einnahme des Stoffes. Die Farbwahrnehmung, das Körpergefühl und die
Perspektiven verändern sich. Musik und Geräusche werden sehr intensiv wahrgenommen. Konsumenten berichten immer wieder davon, daß sie Töne in Farben sehen oder Musik sogar fühlen
könnten.
Teilweise kommt es zu Visionen, in denen ganz anderes wahrgenommen als tatsächlich gesehen wird. Das Raum-Zeit-Empfinden wird nahezu völlig
ausgeschaltet. Es entsteht nicht selten ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Diese Visionen werden bei guter Grundstimmung durchaus als angenehm und unterhaltsam empfunden. Gegen Ende des Rausches ist
der Konsument erschöpft. Gelegentlich kommt es zu depressiven Phasen. In der subjektiven Wahrnehmung wird immer wieder von falschen Selbsteinschätzungen berichtet. So glauben Konsumenten im Rausch
über Wasser gehen, ein Auto aufhalten oder fliegen zu können, und so ist es im Zusammenhang mit dieser „verrückten“ Selbstwahrnehmung gehäuft zu schweren — teilweise tödlichen — Unfällen
gekommen.
Weitere Gefahren liegen in den bereits erwähnten „Horror-Trips“ sowie den sogenannten „Acid-Heads“ (Säureköpfen). Sie können sich bei
Dauerkonsum einstellen, wobei das Erinnerungsvermögen stark eingeschränkt wird und gute alte Bekannte zu unbekannten Verfolgern werden können. Gelegentlich wurde von „Flashbacks“ berichtet, die sich
ohne akuten Konsum eingestellt haben sollen. Da es sich beim LSD um einen fettlöslichen Stoff handelt, der geneigt ist im Körpergewebe Depots anzulegen, die sich wiederum nur langsam (im Verlaufe
eines Jahres) auflösen, sind diese Flashback-Berichte durchaus ernst zu nehmen.
LSD, eine chemische Substanz
Quelle: Informationsreihe Drogen: "LSD"
FIDO-Net: drogen.de
Brockhaus Biologie
Psychedelic Guide to the Preparation of the Eucharist
Wie alle Dokumente dieser Veröffentlichung soll auch dieses und die zugehörigen Dokumente nicht zu einer strafbaren Handlung oder einer
mißbräuchlichen Verwendung irgendwelcher Substanzen aufrufen oder verleiten. Es soll lediglich Informationen bereitstellen, die gewöhnlicherweise in solcher Zusammenstellung nur schwer zugänglich
sind. Die Nutzung dieser Informationen liegt außerhalb des Einflußbereiches des Autors der Webseiten.
LSD, oder richtiger LSD-25 wurde zum ersten mal 1938 aus dem natürlich im Mutterkorn vorkommenden Alkaloid hergestellt wurde. Ausgesprochen ist
LSD-25 Lysergsäurediäthylamid mit folgender Struktur:
LSD-25 H H Lysergic acid
| |
O C--C-H O
|| / | | ||
|| / H H ||
-C---N C---OH
| \ H H |
| \ | | |
|_____ \C--C-H |____
/ \ | | /
\
/ \ H H
/ \
<< N---CH3
<< N---CH3
\\ /
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\\_____/ \\_____/
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< >
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N
N
H
H
Links sehen wir also LSD-25 und rechts Lysergsäure, das Augangsprodukt der LSD-25. Lysergsäure wird aus dem Mutterkorn, einem Pilz der des
öfteren auf Getreidekörnern vorkommt, gewonnen.
Doch LSD-25 ist nur eine Substanz aus einer sehr großen Gruppe von Chemikalien, von denen einige psychoaktiv wirken, den Lysergsäureamiden. Die
wohl populärste Pflanze mit einem solchen Inhaltsstoff sind wohl die amerikanische Morning Glory, oder Himmelblaue Trichterwinde (Ipomoea violacea)und die Baby Hawaiian Woodrose (Argyreia nervosa),
letztere enthält pro Samenkapsel 4 Samen, die eine normale Dosis darstellen. Diese Samen haben auch ein weißes Häutchen, welches vor dem Zermahlen für den Verzehr zu entfernen ist, da sich darin eine
strychninartige Substanz befinden soll, die unangenehme Nebeneffekte erzeugt. Doch zurück zur Substanz selbst: LSD ist von der Struktur her sehr ähnlich den anderen Psychedelika, mit Ausnahme von
Meskalin und den Cannabinolen. Es hat eine Indolstruktur, also eine Struktur, die der des Serotonien sehr ähnlich ist. Sertonin wird als wichtiger Überträgerstoff von Reizen zwischen bestimmten
Synapsen erachtet. Da man die Struktur und die Zusammensetzung des LSD kennt, hat man sich auch nicht gescheut dieses vollsynthetisch herzustellen, und mögliche Abwandlungen vorzunehmen. Dies brachte
eine ganze Reihe von Lysergsäureamiden hervor, die auch erforscht wurden. Viele davon sind psychedelisch inaktiv, andere entfalten verschiedene Formen und Grade einer Aktivität, jedoch ist keine
dieser Substanzen so wirkungsvoll wie das LSD-25.
Mutterkorn in vollem FruchtstandDer Brockhaus Biologie schreibt folgendes zu den Mutterkornalkaloiden:
Mutterkornalkaloide, Klavizepsalkaloide, Ergotalkaloide, Ergolinalkaloide, eine Gruppe von Alkaloiden des Indoltyps, die sich im Mutterkorn, den
Sklerotien (1 bis 3 cm lange, dunkelviolette Körner in Getreideähren) des Mutterkornpilzes, Claviceps purpurae, und in denen weiterer Spezies findet. Mutterkornalkaloide wurden auch in verschiedenen
Windengewächsen (Ipomea) nachgewiesen. Charakteristischer Bestandteil der Mutterkornalkaloide ist die Lysergsäure, die mit verschiedenen Aminen oder zyklischen Tripeptiden (Zyclolstrukturen)
verknüpft ist (Mutterkornalkaloid vom Peptidtyp). Zu den Hauptvertretern gehören z.B. Agro- und Elymoklavin. Die meißten Mutterkornalkaloide sind physiologisch hoch wirksam und verursachen
Uteruskontraktion, Gefäßverengung und Dämpfung der vegetativen Nervensystems. Gegenwärtig wird ein Teil der Mutterkornalkaloide bereits durch Fermentation erzeugt. Lit.: E.Mühle und K. Breuel: Das
Mutterkorn (Wittenberg 1977).
Da jetzt einiges über die Struktur und die chemischen Eigenschaften des LSD-25 berichtet wurde, sollte es nun an der Zeit sein, mal den
Herstellungsprozess des LSD-25 zu umreißen. Zu diesem Zwecke ist eine vollständige Darstellung einer LSD-25 Synthese angebracht:
LSD-25 Synthese
Zusammenstellung der Synthesemethoden
Startmaterial kann jedes Lysergsäurederivat, z.B. aus dem Mutterkorn oder der Morning Glory gewonnen, sowie synthetisch hergestellt, sein. Das
Syntheseverfahren #1 nutzt jedes Lysergsäureamid, oder reine Lysergsäure als Ausgangsmaterial. Die Varianten #2 und #3 nutzen nur Lysergsäure, die wie folgt aus den Amiden gewonnen werden muß, wenn
keine Lysergsäure vorhanden ist.
Die Lysergsäuresynthese
10g Lsysergsäureamid aus jedweder natürlichen Quelle wird in 200ml Methanol - KOH Lösung aufgelöst. Das Methanol wird dann sofort unter Vakuum
entfernt. Das was dann übrig bleibt wird mit einer 8% KOH enthaltenden Wasserlösung vermischt und eine Stunde lang in einem Dampfbad erhitzt. Ein Stickstoffgasstrom wird während des Erhitzens durch
das Reaktionsgefäß geleitet, wobei das entstehende NH3, der Reaktion folgend, zu HCl titriert. Die resultiernde alkalische Lösung wird, mit Congo-Rot als Indikator, durch Weinsäure neutralisiert,
gefiltert, durch extraktion mit Ether gesäubert und die verbleibende wässrige Lösung erneut gefiltert und dann verdunstet. Das ganze mit MeOH vermischen, um den größten Teil der Indikatorfarbe aus
den Lysergsäurekristallen zu ziehen. Die Lichtverhältnisse sollten so wie in einer photografischen Dunkelkammer sein. Bentzt werden photographische rote und gelbe Sicherheitslampen, da
Lysergsäurederivate unter Lichteinwirkung zerfallen. Es ist unbedingt nötig, daß während der gesammten Arbeit Gummihandschuhe getragen werden, da die verwendeten Alkaloide sehr giftig sind. Ein Fön
(Haartrockner) oder etwas vergleichbares sollte vorhanden sein, damit Produktionsschritte, welche eine Verdunstung verlangen, schneller ablaufen können.
Synthesemethode #1
Schritt I, es ist gelbes Licht zu nutzen: Man schütte einen Teil pulverisierte Mutterkornalkaloide in einen kleinen Erlenmeyerkolben und gibt
dazu zwei Teile anhydrierten Hydrazins (original: anhydrous hydrazine, sollte das falsche Mittel genommen werden, so kann das ganze zu einer sehr explosiven Angelegenheit werden). Eine alternative
Prozedur verwendet eine dicht verschlossene Röhre, in der die Reagentien auf 112 °C erhitzt werden. Die vorhin genannte Mixtur wird 30 Minuten lang erhitzt. Nun werden 1.5 Teile Wasser hinzugegeben
und das ganze 15 Minuten lang gekocht. Während des Abkühlens im Gefrierschrank (oder Kühlschrank) kristallisiert Isolysergsäurehydrazid aus.
Schritt II, es wird rotes Licht genutzt: Alle Reagentien sollen kühl sein, es ist alles in Eis aufzubewahren. Löse 2.82 g Hydrazin sehr schnell
in 100 ml 0.1 N eis-kalter HCl wobei ein Eisbad genutzt wird, um das Reaktionsgefäß auf 0 °C zu halten. 100 ml eis-kalter 0.1 N NaNO2 wird noch hinzugetan und nach 2 bis 3 Minuten kräftigen Rührens
werden weitere 130 ml HCl tropfenweise unter kräftigem Rühren in einem Eisbade hinzugefügt. Nach weiteren 5 Minuten ist die Lösung mit gesättigter NaHCO3 Lösung zu neutralisieren und mit ether zu
extrahieren. Entferne die wässrige Lösung und versuche die gummiartige Substanz in Ether zu lösen. Die Etherlösung wird durch Zugabe von 3 g Diethylamin auf 300 ml Etherextrakt geregelt. Laß sich das
Ganze im Dunkeln über 24 Stunden langsam auf 20 °C erwärmen. Das ganze dann noch im Vakuum trocknen (verdunstung durch Unterdruck, also keine Wärme nötig) und fahre wie im Abschnitt über die
Reinigung bei der Umwandlung von Isolysergamiden zu Lysergsäureamiden beschrieben fort.
Synthesemethode #2
Schritt I, es wird gelbes Licht genutzt: 5.36 g d-Lysergsäure werden mit 125 ml Azetonitril vermischt und die Suspension auf unter -20 °C in
einem Bad aus Azeton gekühlt mit Trockeneis abgekühlt. Zu dieser Suspension wird eine kalte (-20 °C) Lösung aus 8.82 g "Trifluoroacetic anhydride" in 75 ml Acetonitrile. Diese Mixtur soll bei -20 °C
für über 1.5 Stunden in denen sich die Suspensionsmaterialien auflösen, und die d-Lysergsäure sich zu einem vemischten Anhydrid der Lyserg- und Trifluoroacetic Säure konvertiert. Das vermischte
Anhydrid kann in Form eines Öles durch Verdunstung des Lösungsmittels im Vacuum bei einer Temperatur unterhalb 0°C separiert werden, doch dies ist nicht nötig. Alles muß wasserfrei
bleiben.
Schritt II, es wird gelbes Licht genutzt: Die Lösung aus vermischten Anhydriden in Acetonitril aus Schritt I wird zu 150 ml einer zweiten Lösung
aus Acetonitril und 7.6 g Diethylamin gegeben. Diese Mixtur wird bei Raumtemperatur für etwas über 2 Stunden dunkel gestellt. Das Acetonitril wird im Vacuum verdunstet, was einen Rückstand aus LSD-25
und einige Unreinheiten hinterläßt. Dieser Rückstand wird in 150 ml Chloroform und 20 ml Eiswasser aufgelöst. Die Chloroformschicht wird entfernt, und die Wasserschicht wird mit einigen Teilen des
Chloroforms extrahiert. Die Chloroformanteile werden zusammengefasst und der Reihe nach mit vier 50 ml Portionen eiskalten Wassers gewaschen. Die Chloroformlösung wird dann über anhydriertem Na2SO4
getrocknet und im Vacuum verdunstet.
Synthesemethode #3
Diese Prozedur bringt gute Ergebnisse und ist sehr schnell, wobei jedoch auch ein wenig Isolysergsäure erzeugt wird, deren Effekte leicht
unangenehm sind. Wie dem auch sei, die Massenverhältnisse Ausgansstoffe müssen exakt eingehalten werden, oder die Ausbeute wird gegen Null sinken.
Schritt I, man arbeitet bei weißem Licht: Schwefeltrioxid wird in einem trockenen Verfahren hergestellt indem man wasserfreies Eisensulfat
sorgfältig bei ungefähr 480 °C umwandelt. Es extrem trocken gelagert.
Schritt II, man arbeitet bei weißem Licht: Eine sogfältig getrocknete 22 Liter Rundbodenflasche, die in ein Eisbad gebracht wird und mit einer
Kondensationsspirale, einem Abtropftrichter und einem mechanischen Rührer ausgestattet ist, wird mit 10 bis 11 Litern Dimethylformamid (Unter Vakuum frisch destilliert) gef?llt. Die
Kondensationsspirale und der Abtropftrichter sind gegen Luftfeuchtigkeit geschützt anzubrinegn. 2 lb Schwefeltrioxid (sulfur trioxide (Sulfan B)) werden unter sehr vorsichtigem R?hren über 4 bis 5
Stunden verteilt tropfenweise hinzugegeben. Die Temperatur wir während der Hinzugabe bei 0 bis 5 °C gehalten. Wenn die Hinzugabe vollständig ist, so wird noch 1 bis 2 Stunden gerührt bis die
möglicherweise vorhandenen kristallinen Schwefeltrioxid-dimethylformamid Komplexe aufgelöst sind. Das Reagenz wird in eine Luftdichte Automatikpipette verbracht, um es später besser handhaben zu
können. Es wird an einen kalten Platz (Kühlschrank, Gefrierfach,...) gestelt. Obwohl das Reagent, das gewöhnlich farblos ist, seine Farbe von Gelb bis Rot ändern kann sollte seine Wirksamkeit drei
bis vier Monate nicht beeinträchtigt werden, solange es an einem kalten Orte verwahrt wird. Ein ?? (aliquot) wird in Wasser aufgelöst und mit normalem NaOH (Standard) auf einen Phenolphtalein
Endstatus titriert.
Schritt III, man arbeitet bei rotem Licht: Eine Lösung aus 7.15g d-Lysergsäuremonohydrat (25 mmol) und 1.06g Lithiumhydroxidhydrat (25 mmol) in
200 ml MeOH wird erzeugt. Das Lösungsmittel wird über einem Dampfbad unter reduziertem Druck herausdestilliert. Der Rückstand aus glasähnlichem Lithiumlysergat wird in 400 ml dehydriertem
Dimethylformamid gelöst. Aus dieser Lösung werden etwas mehr als 200 ml des Dimethylformamides bei 15 ml Druck durch eine 12 Zoll Destillationsspirale herausdestilliert. Die ?brigbleibende
dehydrierte Lösung Lithiumlysergat wird unter rühren auf 0 °C gekühlt und wird dann schlagartig mit 500 ml der SO3-DMF Lösung (1.00 molar) behandelt (Schwefeltrioxid-dimethylformamid). Die Mixtur
wird in der Kälte 10 Minuten gerührt und dann werden ihr 9.14g (125.0 mmol) Diethylamin zugegeben. Das Rühren und Kühlen wird noch weitere 10 Minuen weitergeführt, wärend 400 ml Wasser hinzugegeben
werden um den Reaktionskomplex zu zerlegen. Nach gründlicher Vermischung werden 200 ml gesättigter Salzlösung hinzugegeben. Das Amideprodukt wird durch wiederholte Extraktion mit 500ml groáen
Portionen von Ethylendichlorid isoliert. Das kombinierte Extract wird dann unter verringertem Druck zu einem Sirup getrocknet. Auf keinen Fall den Sirup während des Anreicherungsprozesses erhitzen.
Das LSD kann auskristallisieren, doch die Kristalle und die Muttrflüssigkeit können Chromatografisch getrennt werden, wie es im Abschnitt über die Reinheitserhöhung beschrieben wird.
Reinigung (Reinheitserhöhung) des LSD 25
Das Material, welches bei den obigen Verfahren erzeugt wir, enthält sowohl Lysergsäure, als auch Isolysergsäureamide. Synthesemethode #1 enthält
das meißte Isolysergdiethylamid und muß erst umgewandelt werden bevor es separiert werden kann. Für diese Material muß erst Schritt II dieses Abschnittes abgearbeitete werden.
Das LSD-25-molekül im Modell
Schritt I, es wird in einer Dunkelkammer unter langwelligem UV-Licht gearbeitet: Das Matreial wird in einer 3:1 Mischung auf Benzen und
Chloroform aufgelöst. Belege die Chromatographieplatte mit einer einem Gemisch aus basischem Aluminium und Benzen, so daß eine 1 Zoll breite Platte 6 Zoll lang ist. Leite die Lösung sorgfältig an das
obere Ende der Aluminiumplatte und füge einen ??? (aliquot) der LSD-Lösungsmitel Lösung, die 50 ml des Lösungsmittels und 1 g LSD enthält hinzu. Laß dies über die Chromatographieplatte laufen und
folge dem schnellsten sich bewegenden Chromatographieband. Nachdem es sich gesammelt hat wird das verbleibende Material von der Chromatographieplatte entfernt, indem diese mit MeOH gewaschen wird.
Nutze das UV-Licht sparsam, um die Zerstöhrung der Chemikalien weitgehend zu verhindern. Trockne die zweite Abteilung durch Verdunstung im Vakuum und leg sie für Schritt zwei beiseite. Die Abteilung
(Fraction), welche das pure LSD enthält wird in Vakuum konzentriert, der Sirup wird langsam kristallisieren. Dieses Material könnte durch Weinsäure zum Tartrat konvertiert werden, das LSD-tartrat
kristallisiert günstig. MP 190-196 °C.
Schritt II, es wird rotes Licht genutzt: Löse den Rückstand, der von der Platte durch das Methanol getrennt wurde in einer minimalen Menge
Alkohol auf. Tue das doppelte Volumen an 4 N alkoholischer KOH Lösung hinzu und laß die Mixtur für einige Stunden bei Raumtemperatur stehen. Neutralisiere das ganze mit verdünntem HCl (Salzsäure),
mache es etwas basisch mit NH4OH und extrahiere mit Chloroform oder Ethylendichlorid wie in Synthesemethode #1 or #2. Verdunste das Lösungsmittel unter Vacuum und chromatographiere es wie in Schritt
I.
Denke daran:Lysergsäurebestandteile sind Instabil unter Einwirkung von Hitze, Licht und Sauerstoff. Es kann helfen ein wenig Ascorbinsäure als
Antioxidationsmittel beizufügen, während man den Behälter dicht geschlossen, dunkel (lichtundurchlässig z.B. durch Aluminiumfolie), und im Gefrierfach aufbewahrt.
WAS KANN ICH TUN; WENN JEMAND EINEN SCHLECHTEN TRIP (HORRORTRIP) HAT?
Wenn der Nutzer in Panik gerät:
* Bring den Nutzer in eine ruhige Umgebung, wo er sich gut fühlt.
* Finde einen Freund, der ihn beruhigen kann.
* Die Überlastung, welche von der Droge erzeugt wurde, und die Panik auslöste, wird in wenigen Stunden
nachlassen.
* Sag ihm/ihr, er/sie soll sich entspannen, und sich treiben lassen.
* Wenn er/sie unkontrollierbar und hysterisch wird, dann ruf einen Doktor, oder bring ihn/sie in ein Krankehaus. Denk dran,
Krankenhäuser können jemanden bedrücken und somit noch mehr Panik erzeugen, also nutze das als letzte Möglichkeit.
techno
Definition von Techno
Techno entstand im Jahre 1985 in Detroit, aus einer Mischung aus Jazz und Soul mit einen housigen Beat. Wichtigster Einfluss war minimalistische
elektronische Musik.
Als Erfinder des Technos gelten Juan Atkins und Richard Davis. Sie veröffentlichten Ende der 80er unter dem Namen Cybotron den Track "Techno
City", der dem Stil den Namen gab.
Es begann alles mit Parties in alten heruntergekommenen Discotheken. Die Musik die dort gespielt wurde hatte aber nur sehr wenig mit dem zu tun
was man heute als Techno bezeichnet, denn die Technik war noch nicht weit genug das sich diese Musik wirklich angenehm hören ließ. Tracks die dort gespielt wurde war meist von den DJs selber
produziert, sprich in einer einstelligen Auflage, und waren minimalistisch bis zum geht nicht mehr. Die Tracks bestanden meist aus vier Spuren , während sie heute etwa aus 64 Spuren bestehen oder
zumindest soviele Spuren haben können.
Ende der 80er schwappte der House-Stil aus England und USA bzw. Chicago und Detroit nach Europa herüber. Dieser Stil setzte sich beispielsweise
eher in Hamburg fest. Der etwas experimentellere Stil lag in Berlin und die härtere Gangart, eben der Techno siedelte sich in Frankfurt an. Die Stile wurden dann nach ihren Städten benannt. Z.B:
Frankfurt Style ( ziemlich hart ) Chicago House ( Housig und groovig ). Deutsche Pioniere waren Westbam und Sven Väth.
Im Jahre 1987 kreierte Sven Väth den Track "Electrica Salsa". Später kam Acid aus England herüber und machte sich zur Mode. Die Musik wurde
recht heftig. Quietschende Töne durchzogen die Tracks und entfachten in den Hörern totale Extase. Die Hörer begonnen sich für Technoparties zu verkleiden und z.B. Müllarbeiteranzüge oder ähnliches zu
tragen, was heute noch ein absolutes Cliché ist. Wenn heute jemand den Begriff Techno hört, dann denkt er sofort an kaputte Typen in Müllanzügen mit Gasmaske. Aber wie gesagt nur ein Cliché. Genau zu
dieser Zeit wurden zum ersten Mal Techno bzw. Acid-House Tracks in MTV gespielt und eine erste kommerzielle Möglichkeit war geschaffen. Die Tracks die in MTV gezeigt wurden waren aber eher wie das
heutige Vocal-House, eher soft und sehr soul-getoucht.
Sogar die BRAVO berichtete über Acid-House Parties in U-Bahn Schächten und Bunkern. Zu dieser Zeit bekam der Smiley seine Bedeutung, denn er
wurde das Acid-Symbol. Der Erfolg blieb jedoch nicht lange bestehen und verlief sich wieder im Untergrund. 1989 fand die erste Love Parade in Berlin statt.
Erfinder Dr.Motte, dessen Gedanke war einen Tag zur Demonstration von House Musik zu schaffen. Das sah dann so aus, daß drei Kombis, mit etwa
150 zappelden Wahnsingen hintendran durch Berlin fuhren.
Anfang der 90er kam dann der Hardcore aus Holland herüber und wurde zur nächsten Moderscheinung, konnte sich jedoch nicht bei der breiten Masse
durchsetzen, weil er einfach zu heftig war. Dennoch wurden Sampler wie Thunderdome zu beliebten CD´s, weil das der einzige Techno war den man auf CD bekam.
Das neue Motto hieß : Je härter desto besser. Und die Holländer trieben dies an die Spitze mit ihrem Gabber. Aus Gabber entwickelte sich der
Hardtrance und der Trance der für jedes Ohr tauglich war.
Im Dez.1991 fand die erste Mayday statt und wurde der erste wirkliche überregionale Treff von Technobegeisterten. Schon damals waren Marusha,
Sven Väth und C.J. Bolland dabei. Chartefolge feierten aber eher Musiker, dessen Musik sich dem heutigen Dancefloor ähnelt. Der Euro Dance wurde durch solche Acts geboren. Während genau diese Leute
Erfolge feierten wurde im Untergrund fleissig gearbeitet.
Erst 1995 wurde die Mayday aus der Taufe gehoben und zum zum Mega-Event. Hatte sich vorher noch alles in Mini-Clubs oder irgendwelchen
ungenutzten Hallen abgespielt, so wurde es jetzt Deutschlandweit gefeiert. Die Raver merkten das sie nicht alleine waren. Und genau dieses Jahr legte den Grundstein für das was heute aus Techno
geworden ist.
Designer Drogen - illegale aber auch teilweise (noch) legale Droge
Definition
Designer-Drogen sind alle Drogen, die speziell dafür entwickelt (designt) werden, um das Betäubungsmittelgesetz zu umgehen.
Im Klartext. Solange die neue Droge nicht beschlagnahmt, analysiert und per Gerichtsbeschluss als illegal eingestuft wird, ist sie eben
legal.
Teilweise dauerte die Analyse solch einer Designer-Droge, die über 14 bis dato unbekannte Komponenten (beispielsweise China White) enthielt,
über Monate.
Dabei wird die chemische Struktur einer verbotenen Droge leicht verändert, in der Hoffnung, dass die veränderte Droge ebenso wirkt wie die
Ausgangssubstanz.
Das Risiko für die Konsumenten ist enorm. Zum einen enthalten Designer-Drogen oft ganz unterschiedliche Beimengungen, die auch giftig sein
können. Zum anderen kann niemand vorhersehen, wie die umgebaute Droge tatsächlich wirken wird.
PCP / Angel Dust - illegale Droge
Aufnahme/Wirkungsdauer
Die Einnahme erfolgt meistens als Pulver oder Flüssigkeit. Gelegentlich wird es auch in Tablettenform oder in Gasform als Spray angeboten. Bei
oraler Einnahme ist innerhalb von einer halben bis einer Stunde mit dem Rausch zu rechnen. Beim Rauchen sogar schon nach zwei bis fünf Minuten. Die Wirkung hält - abhängig von der Dosis - sechs bis
zu 48 Stunden an.
Rausch
Die Rauschwirkung von PCP wird oft als eine der kältesten, nervösesten, uneuphorischsten und unkontrolliertesten überhaupt bezeichnet. Starke
Euphorie oder panische Angst prägen den Rausch, wobei die unangenehmen und angstvollen Erlebnisse dominieren.
Bei niedriger Dosierung stellt sich ein verändertes Körpergefühl ein, die Umgebung wird als surreal angenommen und wirkt verzerrt. Das Denken
ist beeinträchtigt und bei einigen verursacht die veränderte Wahrnehmung der Umgebung panische Angst. Diese Panik und das fehlende Schmerzempfinden kann unkontrolliert zu einem Fehlverhalten mit
gesundheitsschädigendem Ausgang führen.
Bei höherer Dosierung wirkt PCP narkotisch und der Benutzer kann mitunter bewusstlos werden und verfällt später in einen starren apathisch
wirkenden Zustand. Die Kontrolle über den Körper geht verloren und äußert sich in Bewegungsunfähigkeit, unartikuliertem Sprechen und unlogischem Denken. Der Benutzer fühlt sich von der Außenwelt
abgeschnitten und Halluzinationen (vor allen Dingen akkustische in Form von "Geisterstimmen") können verstärkt auftreten.
Nachweiszeit
PCP lässt sich im Urin zwei bis vier Tage nach der letzten Einnahme nachweisen. Bei regelmäßigem Konsum kann sich PCP - durch die Einlagerung
der Droge im Fettgewebe des Körpers - entsprechend länger nachweisen lassen. Eine ärztlich verordnete Gabe von Ketamin kann zu falsch positiven Ergebnissen führen.
Körperliche Wirkungen / Risiken während des Rausches
Bei Überdosierung tritt ein tiefes Koma ein, das tagelang andauern und bis hin zu Todesfällen führen kann.
Während des Rausches treten die fast üblichen Wirkungen wie Bluhochdruck, Temperaturanstieg (begleitet von starkem Schwitzen)m Übelkeit und
Erbrechen auf. Das Schmerzempfinden ist drastisch gesenkt. Bei höheren Dosierungen ist eine starke Senkung des Herzschlags und des Blutdrucks zu beobachten. Starke Muskelkrämpfe und -zuckungen führen
zu unkoordinierten Bewegungen, die bei noch höheren Dosierungen zu epileptischen Anfällen ausufern können.
Eine psychische Abhängigkeit ist möglich, eine physische mit Entzugserscheinugnen jedoch nicht.
Langzeitfolgen
Der längerfristige Gebrauch von PCP kann zu Sprachstörungen, Minderung der Gedächtnisleistung und Depressionen führen.
Paramethoxyamphetamin (PMA) - illegale Droge
Aufnahme/Wirkungsdauer
Die PMA enthaltenen Tabletten werden oral eingenommen.
Die Wirkung tritt erst sehr spät ein. Je nach körperlicher Verfassung ist nach höchstens einer Stunde mit der Wirkung zu
rechnen.
Bei einer normalen Dosis endet der Rausch nach zirka fünf Stunden, bei hoher Dosierung erst nach sechs bis 24 (!) Stunden.
Rausch
Bei geringer Dosierung steigt der Blutdruck und die Körpertemperatur abrupt und stark an.
Der Rausch ähnelt anfangs dem von Alkohol. Später treten Halluzinogen ähnliche Bilder auf. Unnormale Körperempfindungen wie Kribbeln am Körper
und Taubheitsgefühle auf der Haut und den Gliedmaßen gehören zu den weiteren Symptomen nach dem PMA Konsum.
Körperliche Wirkungen / Risiken während des Rausches
Ist die Dosierung höher, verursacht PMA einen noch stärkeren Anstieg der Körpertemperatur und des Blutdrucks.
Der Puls beginnt zu rasen und die Atemgeschwindigkeit wächst und wird gleichzeitig schwerer. Die feinmotorische Körperkontrolle verschwindet
(Augen bewegen sich sprunghaft) und Muskelkrämpfe, Übelkeit und Erbrechen können auftreten.
Da die Körpertemperatur mit Leichtigkeit auf 40 bis 42 Grad Celsius steigt, sind Beeinträchtigungen der Gehirnzellen, Bewusstlosigkeit und Koma
nicht selten. Ab 42 Grad werden die inneren Organe geschädigt.
Nach dem Konsum großer Mengen PMA können Herzrhythmusstörungen und krampfhafte Anfälle auftreten.
Aufgrund der hohen Körpertemperaturen kann es im späteren Verlauf zu Blutungen im Magen, Dünndarm und Dickdarm, sowie zu Gehirnblutungen kommen.
Betroffene fallen in ein Koma und sterben nach durchschnittlich sechs bis 24 Stunden an Organversagen.
Langzeitfolgen
Über Langzeitfolgen nach längerem Gebrauch von PMA ist noch nichts bekannt. PMA ist bei gleicher Dosierung jedoch giftiger als sein Pendant
MDMA.
Safer Use
Da die körperliche Wirkung von PMA-enthaltenen Tabletten sehr stark, die psychische Wirkung aber schwächer ist und erst sehr spät eintritt, ist
äußerste Vorsicht geboten.
Es ist ratsam bei Verdacht auf eine solche PMA Pille, diese nicht zu konsumieren. Sollte doch der Wunsch bestehen, einen PMA Rausch zu erleben,
sollte nur eine einzige Pille eingenommen werden.
Auch wenn der Rausch nach einiger Zeit noch nicht eintritt oder nur geringe psychische Wirkungen eintreten, KEINE zweite Pille einnehmen, da so
die erhöhte Gefahr einer lebensgefährlichen oder tödlichen Überdosierung besteht.
Opiate / Opium / Opiode- illegale Droge
Aufnahme/Wirkungsdauer
Opium wird im Großteil aller Fälle in Opiumpfeifen geraucht. Diese Pfeifen können den Stoff bis zur Rauchentwicklung erhitzen ohne ihn aber zu
entzünden. Nicht so verbreitet ist das sogenannte Blechrauchen, bei dem das Opium auf einer Alufolie erhitzt und die aufsteigenden Dämpfe mit einem Strohhalm oder anderweitigem Rohr aufgesogen und
inhaliert werden. Die orale Einnahme des Rohopiums als Speise oder Teezubereitung wird wegen der verminderten Wirksamkeit und des bitteren Geschmacks weniger angewandt.
Opiodie oder Morphin werden gespritzt oder (seltener) als Tablette eingenommen.
Die Wirkung hält 3 - 5 Stunden an.
Rausch
Opioide wirken stark euphorisierend, angst- und schmerzmindernd. Nach einem blitzartigem Hochgefühl folgt eine wohlige Ruhephase mit innerem
Frieden. Negative Nachschwankung und Depression sowie Unruhe können auch auftreten. Das Abhängigkeitspotential von Opioiden ist sehr hoch.
Opium erzeugt in niedriger Dosis ein wohliges und entspannendes Gefühl. Einige Konsumenten berichten von Tagträumerei und einem verbessertem
Denkvermögen. Bei höherer Dosis ist die Wirkung euphorisch und genussvoller. Die Tagträume nehmen zu, ohne in Halluzinationen überzugreifen. Bei sehr hohen Dosen ist der Konsument so beruhigt, dass
er ständig einschläft. Bei einer Überdosierung folgen Atemlähmungen und Herz-Kreislauf-Stillstand.
Abbau
Opiate und Opioide werden hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden. Ca. 20 Prozent verlässt mit der Galle über den Darm den
Körper.
Nachweiszeit
Bei einem Urintest oder Bluttest sind Opiate und Opioide zwei bis vier Tage nach der Einnahme nachweisbar. Zweiter Test ist die Haaranalyse.
Dort sind Opiate und Opioide bis zu 90 Tage nach Einnahme nachweisbar.
Allerdings kann man bei beiden Testverfahren nicht genau definieren, ob der Konsument reines Opium oder artverwandte Stoffe wie Heroin oder
Morphin genommen hat.
Fehler beim Nachweis
Die quantitativen Schnelltests zum Nachweis von Opiaten und Opiodien sind sehr empfindlich. Schon die Einnahme von einigen Mohnkuchenstücken
führt zu einem (falsch) positiven Ergebnis. Mohnkuchen enthält zwar keine psychoaktiven Opiate, aber Inhaltstoffe, die das Vorhandensein derselben vortäuschen.
Codein verstoffwechselt in der Leber am Enzym Cytochrom P-450 CYP2D6 teilweise zu Morphin. Die deshalb positiv ausfallenden Opiat Schnelltests
müssen daher unbedingt durch eine GC/MS-Analyse überprüft werden.
Körperliche Wirkungen / Risiken während des Rausches
Schwitzen, Juckreiz, Muskelerschlaffung, Schwindel, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Erbrechen, Einengung der Pupillen, Verstopfung, Verkrampfung
der Gallenwege, niedriger Blutdruck bis Schock, Gleichgewichtsstörungen, Verlangsamung der Herzfrequenz bis zum Stillstand, Spannung in der Harnblase, Schwierigkeiten beim
Wasserlassen.
Langzeitfolgen
Leberschäden
Magen- und Darmstörungen
Verlust sämtlicher Interessen kann zur Isolation führen
Verwahrlosung, Prostitution
Safer Use
Opium nicht intravenös injizieren, da verunreinigte Pflanzenteilchen eine hohe Infektionsgefahr beherbergen und mehrfach kleine und
lebensgefährliche Blutgerinsel erzeugen.
Meskalin - illegale Droge
Aufnahme/Wirkungsdauer
Die Einnahme erfolgt durch pulverisierten Kaktus (meist ein kristallines Pulver) oder durch Kauen von sogenannten Buttons (Peyote-Scheiben).
Auch das Trinken einer Teezubereitung, die durch stundenlanges Auskochen von Peyote hergestellt wird, ist üblich. Meist wird diese sirupartige Masse zusätzlich in Kapseln abgefüllt um den Geschmack
zu umgehen.
Die übliche Dosis liegt um 500 mg. Die Wirkung tritt nach zirka zwei bis drei Stunden ein.
Rausch
Meskalin greift - wie LSD - massiv in das Empfinden ein. Optische Sinnestäuschungen bis hin zu voll entwickelten Halluzinationen und eine
Veränderung des Körperempfindens ist oft zu beobachten. Die Pupillen sind mehrere Stunden erweitert.
Das intensive Eingreifen der Droge in das Empfinden löst Euphorie aber auch oft Angst bis hin zu offener Panik aus (schlechter Film), woraus
sich der Konsument nur selten allein lösen kann.
Das Zeitgefühl ist verlangsamt und die Grenzen zwischen der eigenen Person und anderen wird als gelockert bis aufgelöst beschrieben. Das
Selbstwertgefühl ist extrem hoch, der Hunger und der Sexualtrieb werden stark vermindert. Gleichgewichtsstörungen und Gangstörungen sind nach ca. einer halben bis einer Stunde
präsent.
Die Farb- und Formwechsel variieren immer schneller und wandeln sich traumhafte Szenen um, die als echte Halluzinationen kaum von der Realität
zu unterscheiden sind. Dieser Zustand wird oft als bewusstseinserweiterend beschrieben, da der Betroffene trotz seines Zustands noch sehr wach ist und alles klar und präzise erlebt.
Nachweiszeit
Meskalin wird nur auf Sonderanforderung untersucht und ist ca. ein bis vier Tage nach der letzten Einnahme nachweisbar.
Körperliche Wirkungen und Langzeitfolgen / Risiken während des Rausches
Durch den stark bitteren Geschmack von Peyote, ist ein Brechreiz kaum zu unterdrücken. Auch das Abfüllen in Kapseln umgeht diesen Brechreiz
nicht, da die Übelkeit zu der Wirkung von Meskalin gehört. Eine leichte Erhöhung des Blutdrucks und des Pulses sowie vermehrter Speichelfluss setzen ein.
Weitere körperliche Wirkungen und Schäden sind bisher noch nicht bekannt bzw. eindeutig belegt worden. Einzigst eine antibakerielle Wirkungen
gegen mehrere Arten von Staphylococcus Bakterien ist bewiesen und erklärt teilweise die Wirkung Meskalins als Wunderheilmittel bei den Indianern.
meine Jimdo-Page

