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Sucht und Drogen

Die öffentliche Diskussion der Drogenfrage

Obwohl wir mittlerweile seit mehr als zwanzig Jahren in Deutschland und in unseren Nachbarländern mit wachsendem Drogenkonsum konfrontiert sind, empfinden wir Drogen erst seit kurzer zeit als ein Problem oder Bedrohung. Vor allem die Jugend konsumiert Rauschdrogen hingegen wird der Alkohol in allen Altersgruppen konsumiert. Der Alkohol wird nicht als Bedrohung gesehen obwohl er breit gefächerte Schäden anrichtet.

Wie kommt es, daß die beiden Teile ein und desselben Problems so unterschiedlich betrachtet werden ?

Rührt es vielleicht daher, daß diejenigen, die die Betrachtung anstellen fast ausschließlich zu denen gehören die zwar Alkohol trinken, aber selbst keine Drogen nehmen…?

Ob nun eine Rauschdroge oder Alkohol, beides gehört für mich unter einen Hut. Die Ursache und das Erscheinungsbild ist fast dasselbe, die Folgen stimmen überein.

Es wird ja oft behauptet, daß es die Strafverfolgung sei die das Drogenproblem überhaupt erst schaffe. Keine Strafverfolgung – kein Drogenproblem ?
Hier wird immer die Ursache des Problems mit der Wirkung verwechselt. Die Strafverfolgung schafft nicht das Drogenproblem, sondern dem Drogenproblem ist nur mit einschränkenden Maßnahmen zu begegnen. Es wird nicht weniger Drogen geben wenn man sie zum Konsum freigibt.


Die häufigsten Rauschmittel

Haschisch ( Cannabis ) gehört mit Alkohol und Tabak zu den meist verwendeten Rauschmitteln. Es wird deshalb Rausch-Mittel genant, weil seine wissenschaftliche Wirkung darin besteht Menschen oder Tiere in einen Rauschzustand zu versetzen. Diese Eigenschaft stuft es in die Gruppe der Halluzinogene ein wie LSD, Meskalin usw. Nicht alle Drogen wirken rauscherzeugend, sondern z. B. leistungssteigernd wie Kokain, XTC usw, oder schmerzlindernd wie Opiate, Heroin usw. Aber auch schlaffördernd und beruhigend wie Benzodiazepine, Valium usw.

Haschischkonsum dient immer der Veränderung der eigenen Befindlichkeit

Es handelt sich um die klassische Rauschdroge. Von 1977 bis 1988 stiegen die Cannabissicherstellungen weltweit von 330 auf 1100 Tonnen an. 1993 waren es 1200 Tonnen bei einer geschätzten Weltproduktion von 7000 Tonnen Cannabis. In der Bundesrepublik schwankte der Umfang sichergestellten Haschischs in den Jahren 1970 bis 1987 zwischen 3 und 10 Tonnen, seit 1988 liegt er deutlich über 10 Tonnen jährlich; 1994 wurden 25,6 Tonnen Haschisch in Deutschland sichergestellt; 1998 waren es 21 Tonnen.

Haschisch wird in letzter Zeit in Deutschland häufiger konsumiert.
Haschisch ist aus verschiedenen Gründen für junge Leute attraktiv:

es ist preiswert erhältlich

man kann es leicht beschaffen

es gilt als sogenannte weiche Droge

es wird, wie Alkohol, als unschädliches Genussmittel angesehen

es ist die Droge der jungen Generation

es gilt als reines Naturprodukt

es entfaltet eine Fülle attraktiver Wirkungen

Wirkung nach Einnahme von Haschisch/Cannabis

Gehobene Stimmung und ein Gefühl des Wohlbefindens
Gleichgültigkeit, Denkstörung in Form von bruchstückhaftem Denken
Film-Riss, Störung der Konzentration und Aufmerksamkeit
Sinnestäuschung, Wahrnehmungsstörung
Störung der Kritikfähigkeit mit erhöhter Risikobereitschaft
Und veränderte Ausdrucksweise

Entzugserscheinungen bei Haschischabhängigkeit.

Unruhe, Gefühl innerer Leere,
Nervosität, Konzentrations- und Antriebsstörungen,
Schlafstörungen, Aggressivität und das Bedürfnis den
Konsum der Droge fortzusetzen.

Haschisch im Straßenverkehr

Der Preis für Cannabis ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Vor 4-5 Jahren hat man für 50 DM zwischen 4 bis 6 Gramm erhalten, heute kann man für 25 € zwischen 3 bis 4,5 Gramm bekommen. Grass, Haschisch kann man überall erhalten. Die Beziehungen machen aus ob man gute oder schlechte Ware bekommt.

Amphetamine

Amphetamine und Aufputschmittel sind ausschließlich synthetische Stoffe.

Die Einnahme: Sie werden geschluckt, geschnieft oder gespritzt, wobei man es auch mit Ammoniak rauchen kann

Die Wirkung: sie wirken aufputschend, vermindern die Ermüdbarkeit, steigern vorübergehend die Leistungsfähigkeit. Sie werden genommen, um euphorische Gefühle zu erzeugen, um gut zu funktionieren

Risiken: Die psychische Abhängigkeit kann ein hohes Maß erreichen. Auf Dauer führen sie zu Unrast und Schlaflosigkeit, die sich zur Psychose mit Wahnvorstellungen steigern können. Der Bezug zur Realität geht verloren. Wegen der inneren Unruhe werden oft zusätzlich Schlafmittel eingenommen

Designerdrogen

Designerdrogen werden in privaten Labors synthetisch hergestellt und ahmen die Wirkung verschieder Medikamente und Drogen nach. Bei ihrer Gewinnung wird die chemische Zusammensetzung eines Ausgangsstoffes verändert, bzw. ohne natürliche Grundlagen eine neue Droge entworfen. Daher der Name Designerdroge. Durch die Veränderung der chemischen Formel wird versucht, das Betäubungsmittelgesetz zu umgehen, bis die neue Droge dann für illegal erklärt wird.

Die Einnahme: Sie werden geschluckt, geschnieft oder gespritzt

Die Wirkung: Die Wirkung ist je nach Ausgangsstoff unterschiedlich und kann dämpfend bis euphorisierend sein.

Risiken: Die seelische Abhängigkeit kann ein hohes Maß erreichen, je nach Art der Designerdroge ist körperliche Abhängigkeit nicht auszuschließen. Ein besonders hohes Risiko birgt die ungewisse Zusammensetzung des Stoffes. Die Rauschdauer, die Intensität des Rausches und die Nebenwirkungen der Drogen sind nur schwer einzuschätzen. Akute Vergiftungserscheinungen können die Folge sein.

Ectasy

Ectasy (XTC) bezeichnet die Substanz MDMA (3,4-Methylendioxymethylamphetamin), gehört zu den Designer-Drogen und wird vollsynthetisch im Labor fabriziert.

Die Einnahme: Ecstasy wird in Tabletten- und Pillenform angeboten und geschluckt

Die Wirkung: Ectasy wirkt stimulierend auf das zentrale Nervensystem, die Körpertemperatur steigt an, manchmal verbunden mit Herzrasen und Schwindel. Es erzeugt ein Gefühl allgemeinen Wohlbefindens und der Ungehemmtheit. Die Konsumenten fühlen sich ungewohnt wach, angeregt, gelöst, gesprächig, den Anderen nah.

Risiken: Beim Eintreten der Wirkung kommt es oft zu Übelkeit.
Weitere Nebenwirkungen wie trockener Mund, Krämpfe der Kiefermuskulatur, Kopfschmerzen, Kreislaufstörungen, Angstzustände, Nervosität bis hin zu Verwirrungszuständen sind möglich. Auch psychotische und depressive Reaktionen können auftreten. Die Gefahr einer seelischen Abhängigkeit ist sehr hoch. Ein besonders hohes Risiko bringt die ungewisse Zusammensetzung des Stoffes.

Es gibt Veranstaltungen wo mehr als 90% der Menschen unter dem Einfluss von XTC stehen es ist wohl die beliebteste Disco Droge die es gibt!

Halluzinogene (LSD, Meskalin, DOM, STP)

LSD ist ein synthetisches Produkt. Anders als Meskalin, Psylocybin und Ololiuqui welches pflanzliche Wirkstoffe sind, die auch künstlich hergestellt werden können. DOM oder STP ist die Synthese eines Meskalin- und Amphetaminanteils.

Die Einnahme: Der Wirkstoff wird in Flüssigkeit gelöst und auf Trägersubstanzen wie Tabletten, Zuckerstückchen, Löschpapier, Filzstücke getropft und als „Trip“ geschluckt.

Die Wirkung: Veränderung in der Wahrnehmung und im Erleben, Halluzinationen, Intensivierung der Stimmungslage, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten. Das Gefühlsspektrum reicht von farbenprächtiger Phantasiewelt bis zu Angst- und Horrorvorstellungen.

Risiken: Stimmungen und Sinnestäuschung können so stark werden, dass es zu erhöhter, unkontrollierbarer Risikobereitschaft kommen kann. Unter Umständen können Psychosen zum Ausbruch kommen.

Kokain

Kokain wird aus den Blättern des in Südamerika wachsenden Kokastrauches gewonnen. Es ist als weißes Pulver oder als Stein auf dem Markt und sehr teuer.

Die Einnahme: Sie werden geschnieft, gespritzt, oder geraucht.

Die Wirkung: Kokain wirkt auf das zentrale Nervensystem, es betäubt die Nervenzellen, macht sie gegen Reize unempfindlich. Zunächst wirkt es aktivitätssteigernd, euphorisierend und enthemmend. Ein erhöhtes Kontakt- und Redebedürfnis wird hervorgerufen. Nach dem „Hoch“ folgt ein „Tief“; man ist angespannt, müde und missmutig

Risiken: Kokain hat ein sehr hohes psychisches Abhängigkeitspotential. Dauernde hohe Dosierungen führen zu Depressionen, Verfolgungswahn und Halluzinationen. Bei Überdosierung besteht die Gefahr einer tödlichen Atemlähmung oder Herzschwäche. Durch das Kokain schnupfen kann die Nasenscheidewand angegriffen werden. Spritzer setzen sich der Infektionsgefahr aus.