xXx TeChNo xXx
1.Entstehung:
Chicago ist die Geburtsstätte der House-Music; ihr Name stammt von dem seit 1977
dort existierenden Club "Warehouse".
(Techno selber ist eine deutsche Erfindung. Ihr Geburtsjahr ist 1990. Die Gruppe "Kraftwerk" gilt mit ihren Computersounds als Urheber der Technobewegung. Als Erfinder des Technos gelten Juan Atkins
und Richard Davis. Sie versinnlichte Ende der 80er den Track "Techno City", der dem Stil den Namen gab. Wärend Kraftwerk mit ihrer Musik große Erfolge verbuchten, fanden im Untergrund die ersten
Gehversuche mit Techno statt. Es begann alles mit Parties in alten heruntergekommenen Discotheken. Die Musik die dort gespielt wurde hatte aber nur sehr wenig mit dem zu tun was man heute als Techno
bezeichnet, denn die Technik war noch nicht weit genug das sich diese Musik wirklich angenehm überfließ®
Ende der 80er schwappte der House-Stil aus England und USA nach Europa herüber. Deutsche Pioniere waren Westbam und Sven Väth. Später kam Acid aus England herbei und machte sich zur Mode. Die Musik wurde recht heftig. Quitschende Tracks durchzogen die Tracks und entfachten in den Hallen totale Extase. Die Leute begannen sich für Technoparties zu verkleiden und z.B. Mílitäranzügen oder ähnliches zu tragen, was heute noch ein absolutes Cliche ist. Wenn heute jemand den Begriff Techno hört dann denkt er sofort an kaputte Typen in Mílitäranzügen mit Gasmaske. Aber wie gesagt nur ein Cliché® Zu dieser Zeit wurden zum ersten Mal Techno bzw. Acid-House Tracks in MTV gespielt und eine erste kommerzielle Möglichkeit war geschaffen. Die Tracks die in MTV gezeigt wurden waren aber eher wie das heutige Vocal-House, eher soft und sehr soul-getoucht. Sogar die BRAVO berichtete über Acid-House Parties in U-Bahn Schächten und Bunkern.
1989 fand die erste Love Parade in Berlin statt. Erfinder Dr.Mottes (DJ) Gedanke war einen Tag zur Demonstration von House Musik zu schaffen. Anfangs gab es Probleme mit dem Berliner Senat, da man für solch einen Umzug das Demonstrationsrecht in Anspruch nehmen muss, um den Raum in Anspruch nehmen zu dürfen. Mit einem politisch magerem Programm gelang es ihm 1995 aber doch den Senat umzustimmen, der einsah, dass die Love Parade ein sehr guter Werbeeffekt Berlin war, größer als die ganzen Müllbeseitigungskosten, die bei jeder Love Parade Übermaß nehmen.
Anfang der 90er kam dann der Hardcore aus Holland herüber und wurde zur nächsten Moderscheinung, konnte sich jedoch nicht bei der breiten Masse durchsetzen, weil er einfach zu heftig war. Das neue Motto hieß : Je härter desto besser. Und die Holländer trieben dies an die Spitze mit ihrem Gabber. Aus Gabber entwickelte sich der Hardtrance und der Trance der für Jedes Ohr tauglich war.
Im Dez.1991 fand die erste Mayday (in großen Hallen) statt und wurde der erste wirkliche überregionale Treff von Technobegeisterten. Schon damals waren Marusha, Sven Väth und C.J Bolland dabei. Erst 1995 wurde die Mayday zum Mega-Event. Vorher hatte sich noch alles in Mini-Clubs oder irgendwelchen ungenutzten Hallen abgespielt, jetzt wurde es in Deutschlandweit gefeiert. Die Raver (engl. to rave - toben) merkten das sie nicht alleine waren. Und genau dieses Jahr legte den Grundstein für das was heute aus Techno geworden ist.
2.Mittlerweile gibt es weit über 50 verschiedene Unterstilarten.
Beispiele:
* ACID
Acid characterisiert sich durch einen eher langsameren Beat mit etwa 120 - 140 bpm ( Beats per Minute)
* House
House ist wohl die beliebteste Stilart des Techno. Hauptelemente sind groovige
Hiphats und Claps. House gliedert sich in verschiedene Richtungen und bewegt sich zw. 100 und 130 bpm.
* Trance
Der Trance gliedert sich in mehrere Stile. Alle kennzeichnen sich jedoch mit einer Melodie und vielen Flächen. Der Beat ist straight ( nicht gebrochen).
* Hardtrance: bewegt sich zwischen
150 und 180 BPM
* Trance: Eher langsamer und melodien Zwischen 130 und 150BPM
* Ambient: hier handelt es sich schon fast um Meditationsmusik. Beat ist bei 0 bis 130 BPM.
* Hardcore
Hardcore ist wohl die härteste Gangart des Techno. Je schneller desto besser. Die Basedrum ist destored sprich zerstört und klingt schräg. Der Beat ist straight (nicht gebrochen)
* Hardcore: 180 - 220 BPM
* Gabber: 200 - nach oben offen BPM
* Drum'n Base
Ist momentan wohl am meisten in Mode. Das merkt man daran, dass zum Beispiel fü das Radio Jingles mit Breakbeats ( aus denen Drum'n Base besteht) unterlegt sind. Den Beat kann man nicht festlegen, da
er gebrochen ist, sprich nicht in fester Reihenfolge folgt.
* Jungle: man nennt ihn auch
schwarzen Techno, weil Hip-Hop Elemente am Techno angeglichen werden. Es wird gerappt oder sogar soulartig gesungen.
* Drum'n Base: etwas relaxter als Jungle
* Breakbeat: alle Drum'n Baserichtungen bestehen aus Breakbeats und deshalb ist die bekannteste Form des Breakbeats "The Prodigy".
* Elektro
Ist die etwas neuere Variante des Technos. Elektro ist sozusagen Freestyle (Stillos).
Experimental
Bewegt sich zwischen Ambient und Breakbeats. Hier ist wirklich alles erlaubt.
3. Zu dem Beat:
Die Beats per minute (bpm) sind das eigentliche Unterscheidungsmerkmal der Stile. Ab 700bpm nimmt das Ohr nur noch einen Ton wahr. In den Discos steigert sich die Lautstärke von erst 95 bis 100
dB(Dezibel) auf später 110-120 dB oder noch mehr. Bekannt ist, dass es ab 85dB schätze ich wird. Bei 75dB Straßenverkehrslärm sich 75% der Betroffenen erheblich gestört. Der ungedämfte
Presslufthammer mit 100-110 dB ist unerträgich, bei 130 dB liegt die Unzumutbarkeitsgrenze. Wenn man einen Wunschpegel von 110dB gewohnt ist, geht das auf die Dauer ans Gehírn. Bestes Beispiel:
der begerteste DJ (Discjockey) Sven Väth kam es zu Verlusten im Hírnbereich des Gehírns Väth- Kein Wunder, wenn man seit 10 Jahren den Kopfhörer am Ohr hat und im Sound steht.
4. Ahnenforschung "Techno"
1972
erster SYNTHE-Hit: George Kingsley "Popcorn"
1975
Kraftwerk "Autobahn"
1977
CHICAGO HOUSE
WAREHOUSE
1978
INDUSTRIAL Throbbing Gristle
Label: "Obscure Records": Briam Eno
Label "Mute Records": Depeche Mode...
1980
Yello
1981
ELECTRONIC BODY MUSIC (EBM)
Front 242 "Body o Body "
1984
JACK TRACKS
ELECTRO
1985
Juan Atkins legt bringt als Model 500 die erste Technoscheibe heraus: "No UFO's"
Sven Väth legt EBM auf.
1988
ACID HOUSE
Rave-o-lution
1989
erste LOVE PARADE
1991
erster MAYDAY
Tekkno - Durchbruch in Deutschland
Frontpage
1995
JUNGLE1996
DRUM'N BASE
"Mute records": heute: Plastikman, Moby
5. DJs
(Der bekannteste von ihnen ist Sven Väth, "der Prinz", wie die Zeitschrift "Boom"
titelte. Er wurde internationaler Star, nahm 1993 als erster die Platte "Accident in Paradise" auf. Er selber besitzt 3 eigene Plattenfirmen und die Frankfurter Disco "Omen". Discotheken und
Tanzclubs in aller Welt bieten ihm bis zu 15.000 Mark pro Auftritt an. ( Marusha, ehemalige Schuhverkäuerin aus Nürnberg, gilt als "Techno-Queen". Mit ihrer Platte "Somewhere over the Rainbow" kam
die Techno-Musik in die Charts. Sie verdient zwischen 2000 und 10.000 Mark pro Abend.
Die meisten DJs sind ínzwischen 30. Jüngere kommen kaum nach. Die jüngeren DJs hätten es schwer, die alten aus dem Sattel zu heben. DJ Westbam: "Die Neuen DJs müssen mit einem frischen Sound kommen, mit dem sieuns alten DJs so richtig in die Fett gewordenen Ärsche treten."
6. Das Techno -
Geschäft
Techno hat sich innerhalb weniger Jahren zu
einem bedeutendem Faktor der Industrie entwickelt. Wenn es auch nicht mehr in allen Bereichen boomt, das Motto " Techno bring Riesenkohle" gilt immer noch. Die Kaufkraft der Techno-Anhänger wird auf
mehrere Milliarden geschätzt. Einer der einflussreichsten Manager ist Jürgen Laarmann, er hat aus einem bescheidenen Szeneblatt die Zeitschrift "Frontpage" gemacht. Seit Februar 1996 ist sie mit
einer Auflage von 200.000 Exemplaren im Zeitschriftenfachhandel. Er ist mit seiner Firma drittbeteiligter an der Techno-Party-Firma "Mayday" und setzt damit Millionen um.
Behilflich beim Erfolg der Firmen sind die DJs, heißgeerte Image-Träger für Clubware - Anbieter. Wenn beispielsweise DJ Marusha in einem Video - Clip ein Bording-T-Shirt trägt, wird Bording zur Kultmarke. Mit dem Marusha-Clip explodierten die Bording-Umsätze. Begehrt sind auch die Klamotten, für Die in den Jugendsendern MTV und VIVA geworben wird.
7. Techno und
Drogen:
Wenn man heute das Wort Techno hört denken die
meisten gleich an Drogen, Ecstasy und ähnliches. Und jeder Kundige weiß dass die Raves ohne Drogen spätestens morgens um sechs Uhr zu Ende wären, und das sind sie offensichtlich nicht, ohne Drogen
keine Marathonfeier... meint der bekannte Szenekenner Patrick Walder, eine Drogenfreie Technoparty ist eine Illusion. Mit Ecstasy versuchen viele das Trance-dancing zu intensivieren und zu
verlängern.
Die Motive von jungen Leuten zum Ecstasy- Konsum wieder holen sich oft: Sie wollen ein Kontrastprogramm zum Alltag erleben, sich den Frust aus dem Leib tanzen, einfach Spaß haben uns sich austoben. Leere und Langeweile spielen eine große Rolle. Aber ohne Drogen steht man solch ein Marathonwochenende nicht durch. Viele besorgen sich deshalb Ecstasy, auch Speed bei Dealern im Umfeld oder auch in der Discothek selber.
a. Ecstasy:
Bis zum 1.Juli 1985 war Ecstasy in den USA frei verkäuflich. Im Prospekt stand damals: "Everything looks beautiful, when you are young and on drugs". Dieses Gleiche versprechen geht zum Mythos der Droge. Die Erfahrungen scheinen dies zu bestätgen. Ecstasy ist eine Anregungs- und
Harmonie-Droge und gilt als "Herzlicher". Ecstasy wird normalerweise als Tablette mit unterschiedlichen Einprägungen vertrieben. Selten wird es in Pulverform angeboten. Der Preis liegt je nach
Abnahmemenge zwischen 30Pf und 25DM. Im Idealfall ist in der Pille etwa ein Zehntel Gramm MDMA ( Abkürtzung für Die chemische Bezeichnung MethylenDioxyMehtaAmphetamin).
Die Wirkung
Ecstasy wirkt in der Regel entspannend und aktivierend zugleich. Diese Wirkung hängt
auch von der individuellen Erwartung und der körperrlich/seelischen Verfassung ab. Wer "gut drauf" ist und konsumiert fühlt sich wach, angeregt, weniger gehemmt, ist offen und hat da s Gefühl alles
intensiver zu erleben. Der Kícker zeigt aber gleichzeitig typische Stresssymptome - Herzfrequenz und Blutdruck steigen an, Schweißausbruch, Mundtrockenheit und eine verkrampfte Kiefermuskulatur sind
nur einige der weiteren möglichen Begleiterscheinungen. Die Wirkungsdauer beträgt zwischen 2 und 6 Stunden. Danach sind Müdigkeit und Schwäche die Regel. Unkonzentriertheit, Appetitlosigkeit und
Motivationsarmut können zwei bis drei Tage anhalten. Häufiger Konsum führt dazu, dass die kurzfristig erlebten positiven Wirkungen abnehmen, die Unangenehmen aber immer schlimmer werden. Alles in
allem: Der Konsum von Ecstasy führt in der Regel zu körperlichen und seelischen Schäden. Wie viele Partygänger Drogen nehmen, ist nicht genau bekannt. Je nach Veranstaltungsart sollen es zwischen 20
und 70% sein.
b. Energy-Drinks:
Von ihnen gib es mittlerweile so viele, dass man sie nicht mehr zählen kann. Sie
enthalten als nennenswerte Stoffe in der Regel viel Coffein und Zucker, daneben Vitamine. In einigen finden wir Guarana. Die Guarana-Samen enthalten dreimal so viel Coffein wie Kaffee. Die
Zutatenliste ist noch länger, die Mixturen immer abenteuerlicher.
c. LSD:
LSD erlebt in der Techno-Szene eine Art "Renaissance", löst intensive akustische und optische Halluzinationen aus, die zum
Horrortrip werden können. Angeboten werden die Trips in kleinen lustigen "Briefchen". Neben diesen Drogen wird häufig noch Speed konsumiert. Als Weckamein putscht es auf. Es wird gerne genommen, um
durchzuraven.
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